20 Geheimnisse der wertvollsten Mitarbeiter deines Unternehmens


Foto: Victor1558, benötigte Lesezeit: 14 Minuten

Schlafwandler

Große namhafte Unternehmen brüsten sich gerne damit, die engagiertesten Mitarbeiter zu haben.

Beim näheren Hinsehen … als Praktikant oder fest Angestellter … stellst du jedoch ziemlich schnell fest, dass viele dieser Mitarbeiter in Wirklichkeit nur Schlafwandler sind:

  • Die einen führen nur das aus, was ihnen gesagt wird … ohne darüber viel nachzudenken.
  • Die anderen sind permanent damit beschäftigt, vermeintlich wichtigen Menschen Gefälligkeiten zu erweisen, um beruflich weiterzukommen … ohne dabei ihre eigenen Ziele zu verfolgen.
  • Und wiederum andere haben von ihrem Job dermaßen die Nase voll, dass inzwischen sogar der Pförtner weiß, dass sie lieber woanders arbeiten würden … nur, dass sie diesen Absprung bisher noch nicht geschafft haben.

Kein Grund für dich, dich darüber zu ärgern … Begreife es lieber als deine Chance, dich von dieser trägen Masse abzuheben und zu einem der wertvollsten Mitarbeiter deines Unternehmens aufzusteigen.

Erwartungsmanagement

Inhaliere die folgenden 20 Geheimnisse, um aus einer nichts sagenden Personalnummer eine der gefragttesten Persönlichkeiten deines Unternehmens zu werden.

Erwarte jedoch keine Über-Nacht-Erfolge. Deine Transformation wird dich viel Schweiß, Tränen und vor allem Zeit kosten. Finde dich damit ab. Es wird dein Leben um ein Vielfaches leichter machen.

20. Werde Frühstarter

Steh morgens eine halbe Stunde früher auf als du es gewohnt bist. Nutze die ruhige Zeit, um einmal um den Block zu laufen, Atemübungen zu machen oder zu meditieren.

Bringe dadurch deinen Körper und Geist auf Hochtouren, um auf der Arbeit sofort durchstarten zu können … während deine Kollegen noch schlaftrunken durch die Büroräume irren und sich darüber beschweren, dass sie morgens nicht so schnell in die Gänge kommen.

19. Schaue täglich über deinen Tellerrand hinaus

Wann auch immer du dich dabei erwischst zu sagen, dass du schon genug von einer Sache weißt oder etwas nach deiner Erfahrung nicht funktionieren kann, wird es für dich höchste Zeit, über deinen Tellerrand hinaus zu schauen.

Du musst die Welt nicht neu erfinden. Schau dir einfach an, wie deine oder ähnliche Fragestellungen bereits in anderen Unternehmen, Branchen, Ländern, usw. gelöst wurden.

Zu jedem noch so ausgefallenen Thema gibt es spannende Fachzeitschriften, Bücher, Vorträge, Seminare, Blogs oder Messen. Du musst nur noch zugreifen.

Setze das Gelernte dann konsequent in deinem Unternehmen um. Du wirst vielen deiner Kollegen um Meilen voraus sein.

18. Lege dir einen Vorrat an genialen Ideen an

Deine besten Ideen sind von Anfang an zum Scheitern verurteilt, wenn du sie nicht zum richtigen Zeitpunkt aus dem Ärmel schütteln kannst.

Geniale Ideen gibt es jedoch nicht auf Knopfdruck. Sie brauchen Zeit zum Reifen. Lege dir deshalb einen Vorrat an ausgeklügelten Ideen an, um für die meisten Situationen gut gewappnet zu sein.

Dein Chef will z.B. ein neues Produkt auf den Markt bringen?! Kein Problem! Präsentiere ihm gleich deine besten Ideen, die du dir bereits vor ein paar Wochen überlegt hast … Ganz unabhängig davon, ob dein Chef sich am Ende für sie entscheidet oder nicht. Die Hauptsache ist, dass er merkt, dass es jemanden gibt, der mitdenkt.

Das setzt natürlich voraus, dass du mit offenen Augen durch die Welt läufst, genau hinhörst, wenn andere über ihre Probleme reden und immer etwas zum Schreiben dabei hast … sei es ein klassisches Notizbuch oder eine App, wie z.B. Evernote.

17. Übernimm die Vorbildfunktion

Mache es zu einer deiner wichtigsten Aufgabe, deinen Kollegen ein Vorbild zu sein.

Das wird dich zwingen, dein Denken und dein Handeln immer wieder zu hinterfragen … sowie Verantwortung für dich und deine Mitmensch zu übernehmen.

Suche dir für den Anfang drei Felder heraus, in denen du deinen Kollegen eine Benchmark sein willst … gleichgültig, ob es sich um die Erstellung von phantastischen Präsentationen, die Durchführung von schwierigen Verkaufsgesprächen oder die Erarbeitung von scharfsinnigen Analysen geht.

Unternimm alles, um in diesen drei Feldern der beste deines Teams, deiner Abteilung und später auch des gesamten Unternehmens zu werden. Beachte dabei auch Punkt 19.

Wenn du dich mit der Zeit nicht ausgelastet fühlst, suche dir ein weiteres Feld heraus, in dem du deinen Kollegen ein Vorbild sein willst.

Deine Fortschritte als Vorbild wirst du vor allem daran erkennen, dass immer mehr Kollegen auf dich zukommen werden, um dich nach deiner Meinung zu fragen, wenn sie selbst nicht mehr weiterkommen.

16. Werde Teil der Lösung

Hebe bei allen Problemen als erster die Hand hoch … Halte aber gleichzeitig auch immer eine geeignete Lösung oder zumindest einen Lösungsvorschlag parat (siehe auch Punkt 18).

Denn sonst legst du dir nur das Image eines Dauernörglers zu, mit dem sich die wenigsten abgeben wollen.

Dein Chef oder deine Kollegen wissen meistens sehr gut, an welchen Stellen es im Unternehmen hackt. Sie scheinen jedoch bisher noch keine geeignete Lösung für diese Probleme gefunden zu haben.

Überzeuge sie vom Gegenteil. Werde Teil der Lösung … und hör damit auf, Teil des Problems zu sein.

15. Denke um sieben Ecken

Stelle dir bei allem, was du in deinem Unternehmen tust, immer wieder dieselbe Frage:

„Wer ist davon ebenfalls betroffen?“ … und binde diese Person oder Personengruppe entsprechend ein.

Du wirst erstaunt sein, wie viele Interessengruppen allein bei der Organisation eines Sommerfestes mitsprechen wollen … ganz zu schweigen von der Anschaffung eines neuen IT-Systems.

An dieser Stelle trennt sich übrigens die Spreu vom Weizen bzw. der Schlafwandler vom wertvollsten Mitarbeiter.

Du lebst in einer vernetzten Welt. Fang deshalb damit an, um sieben Ecken zu denken.

14. Greife zum Telefonhörer anstatt zur Email

Wenn du in einem Unternehmen etwas bewegen oder beschleunigen willst, dann greife immer zum Telefonhörer … Wenn du jedoch etwas hinauszögern oder verhindern willst, dann schreib am besten eine Email.

Persönliche Beziehungen lassen sich viel einfacher per Telefon als per Email aufbauen, weil du in einem Telefonat nicht nur etwas über die Sache selbst, sondern auch über den Menschen dahinter erfährst … In späteren Situationen können sich diese persönlichen Beziehungen als nützliche Türöffner erweisen, wenn es z.B. darum geht, schnell irgendeine wichtige Information aus fünf verschiedenen Abteilungen zu erhalten.

Mit einem Anruf kannst du zudem mehr Missverständnisse aus der Welt schaffen als mit 1.000 Emails. Greife deshalb immer zuerst zum Telefonhöher und danach … falls noch erforderlich … zur Email.

13. Sei nicht zu wählerisch

Wenn du am Anfang deiner Karriere stehst oder neu in einem Unternehmen bist, dann sei nicht zu wählerisch, was deine ToDo‘s angeht.

Erledige einfach Aufgaben, die gemacht werden müssen … und binde nicht gleich jedem auf die Nase, dass diese Aufgaben nicht deiner Stellenbeschreibung entsprechen.

Wenn dir Wissen fehlt, um eine bestimmte Aufgabe auszuführen, dann frag zuerst Google, danach deine Kollegen und ganz zuletzt deinen Chef … Denn wenn er dich mit einer Aufgabe betraut hat, dann glaubt er auch fest daran, dass du es schaffen wirst. Enttäusche ihn nicht allzu oft. Sonst kommt er noch auf die Idee, für dich einen Ersatz zu suchen.

Übertreffe stattdessen mit deinen Ergebnissen die Erwartungen deiner Auftraggeber und empfehle dich dadurch für größere Herausforderungen, die über deine aktuelle Stellenbeschreibung hinaus gehen.

12. Setze auf Feedback

Feedback ist ein mächtiges Werkzeug, das von Schlafwandlern wie die Pest gemieden wird.

Wer lässt sich schon gerne von Dritten kritisieren?! Das kratzt nur am Selbstbewusstsein.

Überwinde jedoch deinen Stolz und setze auf Feedback so oft es nur geht. Frage deine Kollegen immer wieder, was du bereits gut machst … Frage sie aber auch, was und vor allem wie du etwas besser machen kannst.

Nimm negatives Feedback sportlich an und lege nicht gleich alles auf die Goldwaage. In 80% der Fälle weißt du selbst besser, wo du bereits gut bist und wo du dich noch verbessern kannst.

Geize gleichzeitig selbst nicht mit Feedback. Unterbreite deinen Kollegen regelmäßig konkrete Verbesserungsvorschläge … Frag sie bitte nur vorher, ob sie dein Feedback auch wirklich annehmen wollen.

11. Sag deine Meinung

Immer nur in der letzten Reihe sitzen und sich über die Entscheidungen und Taten seiner Kollegen und Vorgesetzten ärgern kann praktisch jeder Trottel.

Die wenigsten aber machen sich die Mühe, ein Problem strukturiert zu durchdringen, eine nachvollziehbare Lösung zu erarbeiten und dann auch ihre Meinung dazu zu äußern.

Tritt hervor. Werde für deine Kollegen sichtbar und teile ihnen deine Meinung mit … ganz gleich, ob in einem Meeting, während einer Podiumsdiskussion oder bei einem Lunch Date.

Auch hier wird vorausgesetzt, dass du deine Meinung nicht einflach los plapperst, sondern dir vorher Gedanken zu Vorteilen, Nachteilen, Abhängigkeiten, Konsequenzen, usw. machst.

10. Akzeptiere Veränderungen

Nichts ist beständiger als die Veränderung! … Das gilt nicht nur für Meinungen oder Ansichten, sondern auch für Entscheidungen oder Arbeitsplätze.

Und wenn du nicht bereit bist, Veränderungen aktiv mit zu gestalten, wirst du früher oder später aus deinem Unternehmen unfreiwillig „hinaus“ verändert.

Werde deshalb zum konstruktiven Befürworter von Veränderungen in deinem Unternehmen. Mach dich mit veränderten Situationen schnell vertraut. Werde dir der möglichen Risiken bewusst. Halte dir jedoch auch stets die Chancen vor Augen … und überleg dir frühzeitig einen Plan, wie du diese Chancen ausschöpfen kannst.

09. Übernimm die Führung

Übernimm in Teams die Führung … auch wenn du offiziell nicht der Vorgesetzte bist.

Lass dich von Titeln nicht allzu sehr beeindrucken … Die wenigsten Titel sagen wirklich etwas über Qualitäten des Titelträgers aus.

Fange zu Beginn klein an. Biete z.B. in einem Meeting an, das Protokoll zu schreiben und die Umsetzung der vereinbarten Aufgaben nachzuhalten. Auf diese Weise erhältst du vorzeitig Befugnisse, die eigentlich nur Führungskräften zustehen. Nutze diese Möglichkeit in vollen Zügen aus.

Oder organisiere abteilungsübergreifende Abstimmungsrunden, wenn du merkst, dass die Umsetzung von bestimmten Vorhaben stockt. Bringe die relevanten Kollegen an einen Tisch. Hilf ihnen als Moderator Barrieren abzubauen, Synergien zu heben und gemeinsam Höchstleistungen zu erreichen.

Den Erfolg deiner Führungsarbeit wirst du daran erkennen, wenn deine Kollegen … unabhängig davon ob Praktikant oder Boss … auf dich aktiv zukommen werden, um von dir Rat einzuholen oder Meetings nicht starten, bevor du nicht da bist.

08. Steh zu 100% hinter deinem Team

Du wirst in großen Unternehmen keine Karriere machen können, wenn du nicht zu 100% hinter deinem Team stehst.

Gleichgültig, was schief gelaufen ist, verteidige dein Team vor Kunden oder Vorgesetzten wie deine eigenen Kinder. Dadurch wirst du die Loyalität deines Teams und die Hochachtung Dritter im Sturm erobern.

Fasse dein Team jedoch nicht die ganze Zeit nur mit Samthandschuhen an. Verlange von ihnen das Gleiche wie auch von dir selbst.

07. Akzeptiere Fehler

Nicht nur deine Kollegen mache Fehler, sondern auch du selbst.

Beweise in diesen Situationen wahre Größe und steh zu deinen Fehltritten. Deine Kollegen und Vorgesetzten werden es dir hoch anrechnen. Versuche nichts zu vertuschen. Früher oder später wird irgendjemand deine Fehler sowieso aufdecken.

Finde lieber heraus, wie es zu dem Fauxpas kommen konnte und sorge dafür, dass es bei diesem einem Mal bleibt.

06. Teile Erfolge

Große Erfolge sind in den seltensten Fällen auf eine einzige Person zurückzuführen. Meistens stecken viele fleißigen Helfer dahinter.

Oder glaubst du wirklich daran, dass der Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens im Alleingang Umsätze steigern, die Kundenzufriedenheit erhöhen oder die Prozesse nachhaltig optimieren kann?!

Denke deshalb immer wieder daran, auch den fleißigen Helfern gebührend zu danken. Reiche Erfolge an dein Team weiter, wenn sie nur bei dir aufschlagen. Betone unermüdlich, dass es keine Einzel-, sondern Gruppenleistung war.

Empfehle dich durch diese wertschätzende Geste für größere Aufgaben und sichere dir die Gefolgschaft deines Teams.

05. Mache Komplimente

Sei großzügig mit aufrichtigen Komplimenten.

Mache deinen Kollegen, Vorgesetzten und Kunden im Idealfall täglich Komplimente … per Email, Telefon oder persönlich.

Finde heraus, welche Komplimente bzw. welche Kommunikationskanäle bei den jeweiligen Personen am besten ankommen und halte daran fest.

04. Unterstütze gute Ideen

Gute Ideen müssen nicht immer nur von dir kommen. Auch deine Kollegen können geniale Einfälle haben (vgl. Punkt 18).

Es müssen auch nicht gleich die originellsten Ideen sein, die ihnen in den Sinn kommen. In vielen Fällen reichen bereits kleine Veränderungen aus, um große Wirkungen zu erzielen.

Unterstütze deine Kollegen bei der Realisierung ihrer Einfälle mit Worten und Taten.

Frage sie beispielsweise regelmäßig nach Vorschlägen, wie euer Unternehmen noch besser werden kann. Hilf ihnen bei Bedarf, ihre Ideen weiterzuentwickeln, an der richtigen Stelle zu platzieren sowie an ihre Ideen und an sich selbst zu glauben.

Dadurch wirst du automatisch zu einem Teil ihrer Ideen.

03. Stimme dich immer vorher ab

Stimme deine Ideen niemals in offiziellen Meetings ab. Diese sind nur dazu da, um dir von den Entscheidern das offizielle „Go!“ abzuholen.

Drehe daher bereits im Voraus Abstimmungsschleifen. Gehe auf alle relevanten Beteiligten einzeln zu. Stelle Ihnen deine Ideen vor. Hole ihr Feedback dazu ein. Und gib deinen Ideen Zeit, sich in ihren Köpfen zu setzen.

Platziere erst danach deine Ideen in einem offiziellen Meeting. Stelle dabei heraus, dass du sie mit allen relevanten Beteiligten bereits im Vorfeld abgestimmt hast. Die Entscheidungsträger werden sich abgeholt fühlen und deine Ideen mit größerer Wahrscheinlichkeit unterstützen.

02. Biete Tyrannen selbstbewusst die Stirn

In großen Unternehmen wird es immer wieder Tyrannen geben, die Spaß daran haben, deine Leistungen klein zu reden und dich einzuschüchtern, damit sie selbst besser dastehen können.

Lass dich davon nicht beeindrucken. Menschen, die auf Einschüchterungen setzen, sind selbst sehr unsicher und wollen damit nur von ihren eigenen Problemen ablenken.

Bestätige sie nicht in ihrer Unsicherheit, indem du bei ihren Einschüchterungsversuchen einknickst.

Biete Tyrannen selbstbewusst die Stirn. Arbeite an deiner Schlagfertigkeit … Auch wenn sie es tatsächlich schaffen sollten, dich emotional einzuschüchtern, lass es sie niemals wissen. Verwehre ihnen diesen miesen Triumph.

Leiste stattdessen täglich herausragende Arbeit, erweitere dein Netzwerk und entwickle dich zu einem der wertvollsten Mitarbeiter deines Unternehmens. Vielleicht wirst du eines Tages sogar ihr Vorgesetzter. Achte nur darauf, dass du nicht die gleichen Gewohnheiten an den Tag legst wie sie.

01. Lerne loszulassen

Wenn alle Stricke reißen, musst du den Mut und die Größe haben loszulassen.

Klammere dich nicht an deinem Job fest … und erst recht nicht an deinem Unternehmen. Beide sind austauschbar.

Wenn du merkst, dass du ständig auf Widerstände triffst und kaum vorankommst, dann rede deine Probleme nicht klein. Sie werden sich dadurch nicht in Luft auflösen.

Suche dir stattdessen einen neuen … besseren … Wirkungskreis, in dem du dich verwirklichen und „Mehrwerte“ schaffen kannst.

Dein Leben ist viel zu kurz und viel zu wichtig, um dich mit dem Zweitbesten abzufinden.

Du bist dran!

Was kannst du aus deiner eigenen Erfahrung empfehlen, um in einem großen namhaften Unternehmen zu einem der wertvollsten Mitarbeiter aufzusteigen?! Teile deine Vorschläge im Kommentarfeld mit.

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