25 gute Ausreden, die dich zum ewigen Verlierer machen (Teil 1)


Foto: Garrett Gill, benötigte Lesezeit: 5 Minuten

Für alles eine gute Ausrede

Gute Ausreden sind ein Garant dafür, um dich zum ewigen Verlierer zu machen … gleichgültig, ob sie von dir oder von anderen stammen.

Es ist sehr leicht, für das Verschieben deiner lang ersehnten Reise eine gute Entschuldigung zu finden … den Ausfall deines Lauftrainings zu rechtfertigen … oder für das Vernachlässigen deiner Freunde und Familie eine gute Erklärung zu finden.

Sei ehrlich! Wie oft hast du in der Vergangenheit deine Ideen, Ziele oder Projekte nicht umgesetzt, weil du dafür eine gute Ausrede hattest?

1-mal, 3-mal … oder noch häufiger? … Wie wäre es mit 25-mal ?

Im ersten Teil der dreiteiligen Serie lernst du die ersten 9 von 25 häufigsten guten Ausreden ewiger Verlierer kennen … und du erfährst, was du tun kannst, um sie nie wieder benutzen zu müssen.

25. Du bist nicht gut genug

Du wirst niemals gut genug sein … und schon gar nicht in allen Bereichen.

Es wird immer jemanden geben, der noch besser sein wird als du.

Welche Möglichkeiten bleiben dir? Nun, du kannst dazulernen und dich kontinuierlich verbessern, um mit dem Wettbewerb Schritt zu halten … Das könnte dann aber schon eine Weile dauern.

Oder du suchst dir Partner, deren Fähigkeiten sich gut mit deinen Talenten ergänzen.

Ich mache beispielsweise fast ausschließlich den redaktionellen Teil des Blogs. Einer meiner Partner kümmert sich um die technische Infrastruktur.

24. Du hast es noch nie vorher gemacht

Merke dir Eines! Nichts von dem, was du heute machen kannst, konntest du auch schon vor deiner Geburt machen.

Beispiele gefällig? … Laufen, Fahrrad fahren, lesen, telefonieren, Computer bedienen, Auto fahren, flirten, küssen usw. … Reicht dir das für den Anfang?

Irgendwann ist es immer das erste Mal … gib dir einen Ruck, mach es, lerne daraus und werde zunehmend besser.

23. Du bist schon einmal auf die Nase gefallen

Klasse! Ich hoffe für dich, dass dein Sturz auf die Nase ordentlich weh getan hat und du jetzt ganz genau weißt, wie du es beim nächsten Mal verhindern kannst.

Niederlagen, die dich nicht gerade umbringen, sind die besten Lektionen, die du in deinem Leben erhalten kannst.

Sie brennen sich tief in dein Gedächtnis, in dein Fleisch und Blut ein … und machen dich weiser, stärker und selbstbewusster als je zuvor.

Fall hin. Heul dich aus. Denk aber daran, wieder aufzustehen, daraus zu lernen und weiter zu machen.

22. Du bist zu jung oder zu alt

Denk dir eine bessere Ausrede aus.

Wenn du dich für zu jung hältst … klasse (!) … dann nutze deinen jugendlichen Leichtsinn und ersinne geniale Ideen, die die Welt verändern können.

Wenn du dich für zu alt hältst … ebenfalls klasse (!) … dann nutze deine Erfahrung, um auf dem Weg zur Veränderung der Welt weniger Fehler zu machen.

Du wirst selten alle Vorteile gleichzeitig in dir vereinen können. Konzentriere dich nur auf deine aktuellen Möglichkeiten und nutze sie, anstatt dich im Wunschdenken zu verlieren und vorzeitig aufzugeben.

21. Du hast kein Geld

Geld ist ein sehr ernstes Thema, das in den meisten Fällen jedoch stark überbewertet wird.

Das wahre Problem sind deine Annahmen und Ansprüche.

Was kostet beispielsweise deiner Meinung nach eine 1-jährige Weltreise pro Person?

Die meisten Menschen tippen auf 24.000 – 48.000 Euro … Deine Schätzung wird vermutlich irgendwo dazwischen liegen.

Wenn du von den Kosten für deinen letzten 2-wöchigen Italienurlaub ausgehst, die du auf ein Jahr hochgerechnet hast … und während der Weltreise vorhast, Business Class zu fliegen, in 4-5-Sterne-Hotels zu übernachten und in Feinschmecker-Restaurants zu dinieren, dann werden dir die 48.000 Euro wahrscheinlich nicht einmal für ein halbes Jahr reichen.

Es gibt aber auch Menschen, die für ihre 1-jährige Weltreise nur 8.000 – 16.000 Euro ausgeben … mit dem Unterschied, dass sie ihre Reise auf eigene Faust planen, beim Fliegen die Economy Class bevorzugen, clever Flugmeilen sammeln, auch mal beim Imbiss um die Ecke essen und in preiswerten Backpacker Hostels übernachten.

Erleben Low-Budget-Weltreisende dann auch weniger? … Ich denke nicht … Vermutlich lernen sie die Welt auf diese Weise sogar viel besser kennen als in sterilen Hotelanlagen und geführten Touristengruppen.

Passe deine Annahmen und Ansprüche an … und das Thema Geld wird zunehmend eine geringere Rolle spielen.

20. Deine Eltern könnten etwas dagegen haben

Wie alt bist du eigentlich, dass du noch immer deine Eltern um Erlaubnis fragen musst, ob du den nächsten Schritt im Leben machen darfst oder nicht?!

Deine Eltern werden eines Tages nicht mehr da sein. Dann bist du auf dich allein gestellt.

Bereite dich auf diesen Tag vor … der hoffentlich noch lange auf sich warten lassen wird.

Fang heute damit an, deine eigenen Überlegungen zu machen, Entscheidungen zu treffen und die daraus resultierenden Konsequenzen zu tragen?

Frag deine Eltern höchstens um Rat, nicht um Erlaubnis.

19. Dein Partner könnte etwas dagegen haben.

Es dauert Monate und Jahre, um eine gute Partnerschaft aufzubauen, und nur wenige Sekunden, um sie zu zerstören.

Teile deshalb deinem Partner deine Träume und Ziele offen mit. Sag ihm, warum du das eine machst oder das andere sein lässt. Nimm seine Bedenken zur Kenntnis, besprich diese mit ihm und entwickle Lösungen, mit denen ihr beide gut leben könnt.

Betrachte deinen Partner als Sparringspartner … und nicht als Gefängniswärter für deine Träume und Ziele.

18. Du bist nicht selbstbewusst genug

Wenn du diesen Abschnitt liest, dann strotzt du wahrscheinlich nicht gerade vor Selbstbewusstsein … sonst hättest du ihn schon längst übersprungen.

Das ist jetzt zwar kein Weltuntergang … aber auch kein Grund zur Freude.

Selbstbewusstsein ist eine Fähigkeit, die du erlernen kannst … genauso wie du es in der Vergangenheit bewusst oder unbewusst gelernt hast, dir alles gefallen zu lassen.

17. Es ist das falsche Timing

Das Timing ist sehr wichtig, weil es sehr viele Abhängigkeiten gibt, die du bei der Umsetzung deiner Ideen und Ziele beachten musst.

Du kannst schlecht über Nacht mit dem Surfen anfangen und ein guter Wellenreiter werden, wenn du völlig unsportlich bist auf einer Alm in den Alpen lebst.

Denk darüber nach, kurzfristig mit Ausdauersport zu beginnen, mittelfristig ein paar Wochen Surfurlaub zu machen und langfristig an an einen Ort zu ziehen, von dem du einen leichteren und schnelleren Zugang zu einem Surfspot hast.

Mach dir zu den Abhängigkeiten und den einzelnen zeitlichen Abfolgen konkrete Gedanken und schreib Sie auf. Nur auf diese Weise wirst ganz genau wissen, wann und wie das Timing für dich richtig sein wird.

Was sind deine guten Ausreden?

Welche guten Ausreden benutzt du, um etwas nicht anzupacken? Sind diese Ausflüchte wirklich gerechtfertigt? Wie kannst du dich aus den Fänger dieser scheinbar guten Ausreden befreien? Teil deine Erfahrungen im Kommentarfeld mit.

_______________________________________________________________

Lesern, den dieser Artikel gefallen hat, gefiel auch …

4 Responses to “25 gute Ausreden, die dich zum ewigen Verlierer machen (Teil 1)”

  1. Oliver Tausend Dezember 29, 2011 at 3:11 pm #

    Hallo Alexander,

    wunderbarer Post. Jede x-beliebige Ausrede is gut genug dafür, etwas Destruktives zu tun und etwas Konstruktives zu unterlassen. Je intelligenter die Person, umso besser klingen die Ausreden. Ich bin übrigens sehr intelligent ;-)

    Auch die beste Ausrede ist immer noch eine Ausrede, nicht wahr ?

    Eine gute Ausreden hast Du “vergessen” – vielleicht kommt sie ja noch: “Was ist mit den Kindern ?”

    Es ist eine Schande, wie oft Kinder dafür herhalten müssen, dass Eltern angeblich nicht ihr Leben leben können. Mir wurde das bewusst, als ich mitbekam, dass kinderlose Paare ähnliche Ausreden haben. Any excuse will do.

    Beste Grüsse & einen guten Rutsch

    Oliver

    • Alexander Januar 31, 2012 at 12:01 am #

      @Oliver: Interessante These: “Je intelligenter die Person, umso besser klingen die Ausreden.” … Da scheint etwas dran zu sein.

      Kinder sind sogar eine der besten Ausreden und standen in der Ursprungsversion ganz weit oben auf meiner Liste … Ich wollte aber nicht Ausreden thematisieren, mit denen ich noch keine eigenen Erfahrungen gesammelt habe … sonst leidet die Authentizität darunter ;-)

      Besten Dank für deine Wünsche und deinen tollen Kommentar!

  2. Alexander Beck März 20, 2012 at 10:05 pm #

    Hallo Alexander,
    ich kenne natürlich von mir selber (von früher und heute) einige dieser Ausreden. Der Unterschied zu früher ist, dass ich mir stück für stück über diese Muster bewusst werde und sie auflöse.
    Ich zumindest empfinde es als viel angenehmer aus Inspiration zu handeln. Da tauchen nämlich keine Ausreden auf.
    Doch letztlich kann ich auch diesen Ausreden viel abgewinnen. Denn sie bieten Raum für persönlichen Wachstum. Zumindest dann, wenn die Bereitschaft vorhanden ist sich zu verändern.
    Gruß

    • Alexander März 27, 2012 at 10:12 pm #

      @Alexander: Vielen Dank für deine Einblicke: In welchen Momenten wirst du dich deiner Ausredenmuster bewusst? … Und wie kann ich aus Inspiration handeln, wenn ich mich von bestimmten wichtigen Aufgaben … z.B. Steuererklärung … überhaupt nicht inspirieren lassen kann?

Leave a Reply:

Gravatar Image

More in Inspiration (7 of 15 articles)