25 gute Ausreden, die dich zum ewigen Verlierer machen (Teil 3)


Foto: Eneas, benötigte Lesezeit: 4 Minuten

Der Gipfel guter Ausreden

Da aller guten Dinge drei sind, lernst du im letzten Teil der dreiteiligen Serie die verbliebenen 9 von 25 häufigsten guten Ausreden ewiger Verlierer kennen.

Auf jede gute Ausrede folgt wie immer eine konkrete Empfehlung, was du unternehmen kannst, um sie ein für alle Mal aus deinem Wortschatz auszuradieren.

Falls du dich nicht mehr an die ersten 9 häufigsten Ausreden aus dem ersten Teil bzw. die 7 weiteren häufigsten Ausreden aus dem zweiten Teil erinnerst, dan solltest du sie vorher noch einmal nachlesen.

09 . Du kannst deine Ideen nicht kommunizieren

Nimm ein Blatt Papier. Schreib in einem Satz auf, was sich hinter deiner Idee genau verbirgt. Notiere dir dann in 3-5 Stichpunkten, wie deine Idee funktioniert. Und bringe zum Schluss maximal 3 Gründe, warum deine Idee sinnvoll ist bzw. wem sie welchen Nutzen bringt.

Schnapp dir danach eine Videokamera … die meisten Smartphones haben eine … und zeichne das „Was, Wie und Warum“ deiner auf.

Schau dir jetzt die Videoaufzeichnung an und frag dich, ob du dir selbst deine Idee „abkaufen“ würdest.

Falls nein, dann übe so lange, bis du es geschafft hast.

Falls ja, ruf einen Freund an oder triff ihn am besten persönlich und stell ihm deine Idee vor. Kannst du ihn überzeugen?

Fall nein, frag ihn, warum du es nicht geschafft hast. Lerne daraus und mach es beim nächsten Mal bzw. bei einem anderen Freund besser.

Fall ja, dann klopf dir auf die Schulter … weil du es erfolgreich geschafft hast, mindestens zwei Menschen von deiner Idee zu überzeugen.

08. Die Marktbedingungen sind ungünstig

Die Marktbedingungen werden für dich immer ungünstig sein.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bricht deine Nachfrage ein. In wirtschaftlich guten Zeiten wirst du von wachsender Konkurrenz bedroht.

Das Entscheidende ist doch nur, wie du diesen Marktbedingungen begegnest.

Apple schaffte es beispielsweise als Marktneuling längst etablierte Märkte umzukrempeln und die Marktführerschaft an sich zu reißen … sei es mit dem iPod, iPhone oder iPad.

Glaubst du wirklich, dass Apple die schweren Marktbedingungen nicht erkannt hat?!

Doch anstatt vor Angst zu erstarren, hat Apple die Zeit lieber dafür genutzt, um zu verstehen, was ihren zukünftigen Kunden wirklich nützt und wie sie es in einzigartigen und innovativen Produkten umsetzen.

07. Es interessiert eh keinen

Wenn du bei der Umsetzung deiner Ideen nur an dich selbst denkst, wird es tatsächlich keinen Menschen interessieren.

Aber spätestens dann, wenn du jemanden einbindest … sei als Ratgeber, Entscheider oder auch nur als Informationsempfänger … steigt das Interesse der anderen Menschen an deinen Ideen und Projekten.

Geh außerdem davon aus, dass ein Großteil der Menschen lieber die Projekte und das Leben der anderen mitverfolgt, als selbst etwas auf die Beine zu stellen … denn sonst würde nicht so viele Magazine geben, die das Leben von Musikstars, Schauspielern, Sportlerne, Unternehmern, usw. von A wie bis Z durchleuchten.

06. Damit kann man kein Geld verdienen

Klar, auch du musst deine Rechnungen bezahlen und brauchst dazu Geld. Je mehr, desto besser.

Das Problem ist jedoch, dass Menschen dich ziemlich schnell links liegen lassen werden, wenn sie merken, dass du es mehr auf ihr Geld, als auf die Lösung ihrer Probleme abgesehen hast.

Frag dich, wie du die Probleme deiner Mitmenschen besser, schneller und kostengünstiger lösen kannst als sie selbst und du musst dir über das Geld verdienen keine Gedanken mehr machen.

 05. Du hast keine guten Ideen

Deine Ideen können nur so gut sein, wie das Umfeld, das du dir schaffst.

Je mehr Artikel, Vorträge und Schulungen du zu deinem Thema inhalierst … und je mehr du dich mit inspirierenden Menschen austauschst, desto ausgeklügelter und brillanter werden deine Ideen.

Bedenke, dass die fünf Menschen, die dir am nächsten stehen und deine Peer-Group bilden, nicht nur darüber entscheiden, wie viel Geld du verdienst, sondern auch, wer du bist und wie gut deine Ideen sind.

04. Du hast nicht die richtigen Tools

Vertraue am Anfang nicht allein auf deine Tools.

Nur weil du die beste Golfausrüstung der Welt hast, wirst du niemals so gut Golf spielen können wie Tiger Woods.

Umgekehrt ist es aber durchaus vorstellbar, dass Tiger Woods dich sogar mit einer 08/15-Golfausrüstung locker in den Boden spielt.

Das gleiche gilt übrigens für dein Smartphone, dein Notebook, usw.

Du wirst mit dem schicksten Smartphone niemals Heerscharen von Kunden gewinnen können. Und du wirst auch mit dem schnellsten Notebook niemals die überzeugendsten Präsentationen erstellen.

Setzt zuerst auf deine Fähigkeiten und baue sie kontinuierlich aus. Die Tools kommen erst an zweiter Stelle.

03. Du bist nicht Bill Gates oder George Clooney

Ja, und du bist auch nicht Mark Zuckerberg. Genauso wie Mark Zuckerberg nicht Bill Gates oder George Clooney sein kann.

Du kannst nur du selbst sein.

Stelle deine eigenen Regeln auf und lebe nach ihnen aus voller Überzeugung.

Formuliere deine eigenen Ziele und verfolge sie mit großem Eifer.

02. Du wirst es später nachholen

Nein, wirst du nicht!

Alles, was du nicht innerhalb der nächsten 72 Stunden anpackst, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit nie umsetzen.

Lass deinen Vorsätzen Taten folgen. Überleg dir genau, was, bis wann, wie und warum du erreichen willst.

Bedenke außerdem, dass du dein Leben endlich ist … und du deine Pläne im Leben nicht ewig aufschieben kannst.

Bestimme mithilfe des Memento-Mori-Templates nach, wie viel Lebenszeit dir noch im Durchschnitt bleibt, um deine Ziele zu realisieren.

01. Du hast keine Zeit

Du machst Witze?!

Du hattest gerade genug Zeit, dir diesen Artikel durchzulesen oder zumindest zu überfliegen … Wahrscheinlich hast du dir auch den ersten und den zweiten Teil der dreiteiligen Serie durchgelesen.

Denk daran, dass dein Tag hat nur 24 Stunden hat …und dass du nur für die Dinge Zeit haben wirst, für die du dir Zeit nimmst.

Es ist also eine Frage der Priorität.

Wenn dir 2 Stunden täglich Facebook updaten, Youtube anschauen und Blogs lesen wichtig ist, dann mache es.

Aber denk daran, dass du dann 2 Stunden täglich weniger für Sport, Freunde, gesunde Ernährung oder Fortbildung haben wirst.

Die Entscheidung liegt wie immer nur bei dir.

Dir sind 25 gute Ausreden nicht genug?

Diese Sammlung der 25 häufigsten guten Ausreden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Falls dir weitere gute Ausreden … und wirkungsvolle Gegenmaßnahmen … einfallen, dann teile sie im Kommentarfeld mit.

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5 Responses to “25 gute Ausreden, die dich zum ewigen Verlierer machen (Teil 3)”

  1. Ulrich Börst Januar 10, 2012 at 4:37 pm #

    Hallo Alexander,

    mein Kompliment – Ihre „Ausreden“-Serie ist eine perfekte und vor allem für die „Betroffenen“ eine sehr nützliche Sammlung! Verblüffenderweise erlebe ich es in den Gesprächen mit meinen Coachees immer wieder, dass die meisten ihre Ausreden sogar für einzigartig halten, sozusagen als seien sie objektive Hindergrundsgründe.

    Ihre Blog-Serie bietet auf jeden Fall für all die eine Hilfe an, die sich mit der Frage einer Veränderung, also dem love-it-leave-it-or-change-it auseinandersetzen wollen.

    Ulrich

    • Alexander Januar 30, 2012 at 11:48 pm #

      @Ulricht Börst: Besten Dank für die Erwähnung in deinem Artikel 😉

      Ich denke, wenn jemand seine Ausreden oft genug wiederholt, dann werden sie eines Tages tatsächlich zu einem validen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.

      Kannst du ein paar konkrete Beispiele für gute Ausreden aus deiner Arbeit als Coach nennen, vor denen man sich Jobsuchende in Acht nehmen sollten?

      • Ulrich Börst Februar 2, 2012 at 10:38 am #

        Alexander, du fragst berechtigterweise nach Beispielen aus unserer Coachingpraxis. Könnte ich dir beliebig viele aufzählen. Hier nur zwei willkürlich herausgegriffene, aber dennoch typische Beispiele:

        1. „Ja stimmt schon, eigentlich bin ich in dieser Company nicht wirklich zufrieden. Aber ich bin erst Anfang 30 – mir wird schon noch was Passendes über den Weg laufen …“ – meine Frage dazu: Warum soll sich Ihre Unzufriedenheit ändern, wenn Sie nichts ändern?

        2. „Ja, leuchtet mir ein, dass pauschale Initiativbewerbungen wenig zielgerichtete Schrotschüsse sind. Aber Experten raten doch immer dazu …“ – meine Frage dazu: Wenn Sie schon schießen wollen, was hindert Sie daran, das passende Präzisionsgewehr zu nutzen?

        Lass mich deine Bitte nach Beispielen zusätzlich allgemein beantworten. Vorsicht heißt es immer dann, wenn man sich selbst bei „Ja-Aber-Begründungen“ ertappt (wenn man denn hinhören will!). Sie sind der klassische Indikator dafür, dass man z. B. eine berufliche Veränderung nicht wirklich will, egal aus welchen Gründen. Da bleibt man lieber in der persönlichen Komfortzone und sucht sich deshalb eine passende Ausrede. Es ist todsicher eine „faule“ Ausrede.

        Was dahinter steckt und wie man aus dieser Falle rauskommen kann, werde ich u. A. in meinem Blogartikel am Dienstag 21. Februar beleuchten. Vorab ein Stichwort: moderne Hirnforschung und praktische Auswirkungen des „Unbewussten Gehirns“.

        • Alexander März 16, 2012 at 5:26 pm #

          @Ulrich: Besten Dank für deine ausführlichen Beispiele … Gebe dir Recht. Wir machen es uns bei vielen wichtigen Entscheidungen im Leben viel zu einfach, indem wir eine „faule“, „gute“ oder „die perfekte“ Ausrede erfinden, um etwas nicht zu unternehmen.

          Die „persönliche Komfortzone“ von heute auf morgen zu verlassen kann zu einer Mammut-Aufgabe werden, wenn man es nicht Schritt für Schritt lernt. Hier eine Anleitung dazu.

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