Finde Meister Yoda! Oder was Bill Gates, Angela Merkel und Mick Jagger gemeinsam haben!

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Meister Yoda

Heutzutage gibt es in der Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft kaum noch einen erfolgreichen Menschen, der nicht einen ebenso erfolgreichen Mentor bzw. Meister Yoda an seiner Seite hat.

Denn in deinem Berufs- oder Privatleben schaffst du es kaum an jedes wichtige Detail selbst zu denken. Du schafft es auch kaum allein aufgrund deines Könnens die obersten Karrierestufen zu erreichen. Und du schaffst es niemals schon vorher Erfahrungen zu sammeln, die du beim nächsten großen Schritt brauchst … ganz einfach, weil du den nächsten großen Schritt noch nicht gemacht hast.

Bill, Angela und Mick

Bill Gates fand beispielsweise seinen Mentor in Warren Buffet, Angela Merkel in Helmut Kohl und Mick Jagger in Tina Turner.

Die Schützlinge bzw. Mentees wären ohne ihre erfahrenen und erfolgreichen Mentoren auf der Karriereleiter niemals dort gelandet, wo sie heute stehen … nämlich ganz weit oben!

Unangenehme Fragen

Die unangenehmen Fragen lauten jetzt: Wer ist dein erfolgreicher Mentor bzw. Meister Yoda?

  • Wer macht dich zum Überflieger? Wer erspart dir die zahlreichen Anfängerfehler?
  • Wer ist dein kompetenter Ansprechpartner für deine kniffligen Fragen?
  • Wer zeigt dir die Abkürzungen auf deinen Berufs- und Lebenswegen?
  • Wer gibt dir ehrliches Feedback zu deinen Stärken und Schwäche?
  • Wer führt dich in die wichtigen Netzwerke ein?
  • Wer hilft dir bei deiner Karriereplanung?

Hast du überhaupt einen Mentor bzw. weißt du, was Mentoring ist und wie es funktioniert? Falls nicht, dann lies weiter.

Mentoring Basics

Das Montoring ist eine zeitlich begrenzte Partnerschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert. In dieser Partnerschaft unterstützt ein erfahrener Mentor (Ratgeber) den weniger erfahrenen Mentee (Ratsuchenden) bei seiner beruflichen und persönlichen Entwicklung.

Mentor und Mentee treffen sich dabei in regelmäßigen Abständen, um aktuelle Themen zu besprechen, Fragen zu klären, Maßnahmen festzulegen und den Erfolg der umgesetzten Maßnahmen nachzuhalten.

Mentoring ist kein Kaffeekränzchen!

Wenn du nicht bereit bist in das Mentoring Zeit und Muße zu investieren, kann es sogar zu einem deiner größten Zeitfresser mutieren, der dich kein Stück voranbringt. Setzte diesen Zeitfresser dann lieber gleich auf deine Not-ToDo-Liste.

Mentoring bedeutet insbesondere für dich als Mentee, dich mit dir selbst auseinandersetzten, vorausdenken und handeln.

Bedenke, dass dein erfolgreicher Mentor nicht um die Ecke daherkommen und vor Freude in die Luft springen wird, dir immer und überall helfen zu können … Denn erstens sind erfolgreiche Mentoren sehr beschäftigte Zeitgenossen und zweitens werden sie ständig Menschen umlagert, die von ihnen einen Rat hören wollen.

Für dich als Mentee könnte es zudem ziemlich unangenehm sein, dich einem ehrlichen Feedback eines Mentors auszusetzen … Wer hört denn schon gerne, dass wenn man so weiter macht wie bisher, gleich auf der Stelle stehen bleiben könne?!

Damit dich dein Mentoring wie Herrn Gates, Frau Merkel und Herrn Jagger auf die höchsten Stufen der Erfolgsleiter katapultiert, musst du folgende Punkte beachten:

GAP-Analyse

Bevor du überhaut daran denkst, dich auf die Suche nach einem Mentor zu machen, nimm dir vorher drei unbeschriebene DIN-A4-Blätter zur Hand. Beschrifte das erste Blatt mit „Ausgangssituation“ und schreibe zu den zwei Unterpunkten „Berufsleben“ und „Privatleben“ stichpunktartig auf, wo du heute stehst.

Betitle das zweite Blatt mit „Zielsetzung“ und schreibe zu denselben Unterpunkten („Berufsleben“ und „Privatleben“) auf, wo du in 2-3 Jahren stehen willst. Sei so präzise wie möglich!

Beschrifte das dritte Blatt mit „Mentoring“. Mach dir zum ersten Unterpunkt „Erwartungen an Mentor“ konkrete Gedanken darüber, wie der potentielle Mentor dir dabei helfen kann, den Weg von deiner „Ausgangssitaution“ bis zu deiner „Zielsetzung“ erfolgreich zu gehen.

Aussagen wie „mir Tipps geben, wie ich insgesamt besser werde“ sind für die Papiertonne. Besser ist „mir praktische Tipps geben, wie ich selbstbewusst, überzeugend und wirkungsvoll eine Präsentation halte“.

Mache dir zum zweiten Unterpunkt „Gegenleistung des Mentees“ ebenfalls Überlegungen dazu, was du deinem potentiellen Mentor als Gegenleistung bieten kannst.

„Engagierter, wissbegieriger Mensch“ klingt nicht nach einer Gegenleistung, sondern nach einem Vampir, der seinen Mentor nur aussaugen will. Besser wäre „Gelegentliche Unterstützung des Mentors bei seiner Arbeit, z.B. Korrekturlesen eines White Papers, Briefes, Präsentation …“

Falls du zu faul bist, dir die Unterlagen selbst zu erstellen, dann bediene dich meiner GAP-Analyse-Templates.

Mentorenauswahl

Nachdem du für dich geklärt hast, was du in den nächsten 2-3 Jahren erreichen willst und wie dir ein Mentor dabei helfen kann, ist es an der Zeit, konkrete Mentoren auszuwählen und zu bewerten. Die Bewertung kannst du vereinfacht anhand der Kriterien: Ziel, Erfolge, Netzwerk und Persönlichkeit vornehmen.

Überlege dir vorab mindestens fünf Mentorennamen. Mentoren können Menschen sein, die du bereits schon kennst oder noch kennen lernen und von dir überzeugen musst … dazu später mehr. Die Hauptasche ist, dass sie dich zu deinem „Ziel“ bringen. Von daher ist es nutzlos, wenn du deinen Lieblingsonkel als Mentor gewinnst, der Leiter eines Chemieunternehmens ist, aber von der Automobilbranchen, in der du dich entwickeln willst, keine Ahnung hat.

Ebenso wichtig ist zu klären, ob dein potentieller Mentor „Erfolge“ nicht nur einmal und irgendwann, sondern kontinuierlich und auch in der Gegenwart erzielt. Denn es gibt einige „Eintagsfliegen“, die auf Konferenzen von ihren glorreichen Zeiten schwärmen, die sie danach nur in ihren eigenen Lobeshymnen wieder erlebt haben.

Schau dir bei dieser Gelegenheit auch gleich mit an, wie gut das „Netzwerk“ deiner potentiellen Mentoren ist. Mit wem sind deine Mentoren gut befreundet, wer sind ihre (schlimmsten) Feinde und inwiefern wird es dich berühren…?

Nicht zuletzt ist es entscheidend, ob du die „Persönlichkeit“ deines Mentors leiden oder überhaupt nicht ausstehen kannst. Denn du willst bestimmt nicht die nächsten Monate oder sogar Jahre mit einem arroganten Typen zusammenarbeiten und dein Nervenkostüm ruinieren lassen … auch wenn der Mentor dich in anderen Punkten auf ganzer Linie überzeugt. Die Entscheidung, welcher Mentor zu dir passt, liegt allein bei dir.

Auch hier gilt … Falls du das Bewertungsraster nicht selbst aufmalen willst, dann dann nutze mein Mentoren-Bewertungs-Templates.

Mentorenakquise

Wie schon oben erwähnt, sind die potentiellen erfolgreichen Mentoren nicht gerade begeistert davon, diese Rolle einzunehmen. Denn es bedeutet für sie zusätzliche Arbeit, bei der auf den ersten Blick für den Mentee mehr herausspringt als für den Mentor. Genau diesen Eindruck musst du mit deinen „Gegenleistung des Mentees“-Argumenten vom dritten DIN-A4-Blatt zerstreuen. Der Mentor muss auch für sich einen Mehrwert aus der Mentoring-Partnerschaft erkennen. Sag ihm deshalb konkret, was du ihm als Gegenleistung bieten kannst.

Wenn du deinen potentiellen Mentor noch nicht persönlich kennst, dann baue zu ihm eine Verbindung auf. Der einfachste Weg besteht darin, sich mit seinen Themen, Artikeln, Statements genauestens auseinanderzusetzen und intelligente Fragen abzuleiten … ggf. gepaart mit konkreten Vorschlägen, wie er etwas noch besser machen könnte.

Exzellente Ergebnisse wirst du nicht in 10 Minuten erzielen können. Nimm dir lieben einen halben Tag Zeit. Diese Fragen und Vorschläge kannst du deinem potentiellen Mentor dann persönlich, telefonisch oder per Email zustellen. Dein Mentor wird ziemlich schnell merken, ob deine Fragen und Vorschläge „Tiefgang“ haben oder ein reiner „Anmachspruch“ sind. Ködere deinen Mentor zuerst mit deinen intelligenten Fragen und Vorschlägen und mach ihm dann deutlich, welche Vorteile sich für ihn aus einer Mentoring-Beziehung ergeben.

Spielregeln

Wenn du es geschafft hast, einen erfolgreichen Mentor zu gewinnen, dann ist es nicht einmal die halbe Miete. Viel wichtiger ist es, mit deinem Mentor kontinuierlich und erfolgreich zusammen zu arbeiten. Es kommt sehr häufig vor, dass Mentor und Mentee unterschiedliche Vorstellungen vom Mentoring haben, andere Dinge urplötzlich eine höhere Priorität gewinnen und sich ziemlich schnell die Fragen nach Sinn und Zweck des Ganzen stellt.

Um das zu vermeiden, beachte folgende Tipps:

13. Abkommen

Das Mentoring ist eine zielorientierte Partnerschaft auf Zeit … kein Freundschaftsdienst oder ein nettes Beisammensein (siehe Abschnitt „Mentoring Basics“). Drucke deshalb deine Erwartungen an den Mentor und deine Gegenleistungen an ihn inklusive der Dauer des Mentorings auf zwei DIN-A4-Blättern aus … eine Mindestdauer von 1 Jahr ist sehr sinnvoll.

Validiere diese Punkte mit deinem Mentor. Unterzeichne dann gemeinsam mit ihm euer Abkommen.

Sollten an deinem Mentoring-Programm jemals Zweifel auftauschen … von welcher Seite auch immer … dann hast du immer eine Handvoll Argumente, die dir die Sinnhaftigkeit deines Programms aufzeigen werden. Oder du wirst gezwungen sein, deine Punkte noch einemal kritisch zu überdenken.

12. Proaktivität

Mentoring ist kein Selbstläufer! Vor allem du als Mentee bist besonders stark gefordert, proaktiv zu sein. Denn du kannst verhältnismäßig mehr von deinem Mentor lernen als er von dir. Deshalb solltest DU z.B. die Mentoring-Termine koordinieren, Räumlichkeiten reservieren, Unterlagen ausdrucken, Nachforschungen anstellen, Inhalte nachbereiten, usw. Dein erfolgreicher Mentor wird sich darum aus Zeitmangel nicht kümmern können. Nimm ihm diese Arbeit ab!

11. Timing

Das Mentoring entfaltet erst dann seine größte Wirkung, wenn es kontinuierlich gelebt wird. Um deinen erfolgreichen Mentor nicht zu stark zu strapazieren, vereinbare mit ihm einen regelmäßigen Mentoring-Termin, der z.B. am Anfang eines jeden Monats oder Quartals stattfindet. Termine von 60-90 Minuten Dauer sind ideal. Ideal ist es auch, wenn ihr euch dabei persönlich trefft. In Ausnahmefällen eignen sich aber auch Telefon- oder Videogespräche.

10. Vorbereitung

Gehe niemals ohne Vorbereitung in einen Mentoring-Termin. Überlege dir vorher ganz genau, welche Inhalte du mit deinem Mentor besprechen willst, welche Informationen du von ihm brauchst und was du als Nächstes planst.

Schicke ihm deine „Agenda“ drei Tage vorher zu und gib ihm damit die Möglichkeit, sich zumindest mental auf den Termin einzustellen, um für dich das Maximum herauszuholen.

Es geht um DEINE berufliche und persönliche Entwicklung. Übernimm die Verantwortung und bereite dich vor! Dein Mentor ist nur dazu da, um dir Ratschläge zu erteilen … und nicht, um dir alles Mögliche auf dem Silbertablett zu präsentieren.

09. Professionalität

Betrachte das Mentoring als eine Art Vorstandssitzung in einem größeren Konzern. Jede einzelne Minute mit deinem Mentor muss durchdacht sein. Je höher dein Mentor auf der Karriereleiter steht, desto kostbarer ist seine Zeit.

Falls du keine Punkte hast, die du mit ihm besprechen kannst, ist es auch professionell, das Treffen vorzeitig zu beenden oder ganz abzusagen. Davon rate ich dir aber dringend ab! Denn du musst immer Themen oder Fragen in der Hinterhand haben, um dein Zeitfenster mit dem Mentor voll auszufüllen.

Im Artikel „Wie du zum Terminator von unproduktiven Meetings wirst?“ bekommst du wertvolle Anregungen, wie du deine Meetings professionell durchsteuerst.

08. Notizen

Zeige deinem Mentor, dass seine Ratschläge für dich von hoher Bedeutung sind. Protokolliere die Ergebnisse und Aufgaben des Meetings stichpunktartig. Schicke deine Notizen nach dem Termin deinem Mentor zu. Hier findest du ein fertiges Ergebnisprotokoll-Template mit einem Beispiel.

07. Maßnahmen

Zum Mentoring gehört es dazu, dass du in Abstimmung mit deinem Mentor Maßnahmen festlegst, die dich in deiner beruflichen und persönlichen Entwicklung voranbringen. Committe dich gegenüber dir und deinem Mentor, diese Maßnahmen umzusetzen … z.B. einen Kurs zu den Themen Rhetorik oder Benimmregeln zu besuchen. Halte deinen Mentor über deine Forschritte bzw. Rückschläge regelmäßig auf dem Laufenden … und leite daraus mit ihm gemeinsam die nächsten Schritte ab.

06. Geheimbund

Die zwischen deinem Mentor und dir besprochenen Inhalte sind streng vertraulich. So spektakulär diese Inhalte manchmal auch klingen mögen, frage dich immer wieder kritisch, ob du sie herausposaunen oder doch lieber für dich behalten solltest.

05. Teilen

Laufe durch die Welt mit offenen Augen und halte Ausschau nach Dingen, die für deinen Mentor von hoher Bedeutung sein können. Wenn dein Mentor z.B. ein Oldtimer-Liebhaber ist und du gleichzeitig jemanden kennst, der Eigentümer eines schönen Oldtimers ist, dann stell die beiden einander vor. Für dich sind es vielleicht nur Kleinigkeiten, aber für deinen Mentor können es unvergessliche Glücksmomente sein!

04. Wertschätzung

Bring deinem Mentor Wertschätzung für seine Leistungen entgegen. Dein Mentor MUSS dich nicht beraten. Er macht es FREIWILLIG und weil es ihm SPAß macht. Jeder weitere Mentoring-Termin bedeutet für ihn noch mehr Arbeit und weniger Zeit für seine eigenen Aufgaben oder Freizeit. Betrachte das Mentoring als eines der wertvollsten Geschenke, die du bekommen kannst.

03. Kritikfähigkeit

Dein Mentor hat trotz seiner erfolgreichen Laufbahn die Weißheit nicht mit Löffeln gegessen. Nimm deshalb nicht jeden seiner Ratschläge blind an. Entwickle die Fähigkeit, seine Ratschläge konstruktiv zu hinterfragen und auf deine eigenen Bedürfnisse anzupassen.

02. Reißleine ziehen

Nun kann es immer wieder vorkommen, dass das Mentoring dir trotzt guter Vorbereitung, Mentorenauswahl und Beachtung aller Spielregeln nicht die gewünschten Ergebnisse bringt. Dann ist es an der Zeit, die Reißleine zu ziehen und das Mentoring-Verhältnis zu beenden … weil es weder dem Mentor noch dem Mentee etwas bring, im Nebel der Ergebnislosigkeit herumzustochern.

01. Selbst Mentor werden

Es ist immer der richtige Zeitpunkt, selbst Mentor zu werden!

Beispielsweise kannst du als Student Abiturienten bei der Auswahl einer Universität oder Studienfaches unterstützten … oder als erfahrener Berufstätiger Berufseinsteigern unter die Arme greifen.

Durch die Tätigkeit als Mentor lernst du eine neue Rolle kennen und kannst das Handeln deines eigenen Mentors umso besser nachvollziehen. Die schönste Belohnung ist aber, wenn deine Ratschläge Wirkung zeigen und dein eigener Mentee im Berufs- und Privatleben mit ganz großen Schritten vorankommt.

Weitere Tipps

Fallen dir weitere Tipps zum Thema Mentoring ein? Hast du bereits deinen Meister Yoda gefunden? Dann teile deine Tipps und Erfahrungen im Kommentarfeld mit.

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14 Responses to “Finde Meister Yoda! Oder was Bill Gates, Angela Merkel und Mick Jagger gemeinsam haben!”

  1. Chris August 15, 2011 at 12:47 pm #

    Interessanter Ansatz. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich es von dieser Seite noch nicht betrachtet. Klar – Vitamin B war wichtig und wird immer wichtiger. Auch auf der Karriereleiter gibt es meiner Ansicht nach einen „Break Even Point“ nachdem es leichter ist die Position in der man ist zu halten, oder sogar noch weiter aufzusteigen (Siehe Topmanager in der Wirtschaft. Da hat jeder schon mal den Posten des anderen gehabt und umgekehrt).
    Ich glaube allerdings, dass man nicht verbissen an die Sache herangehen darf. Mir persönlich fehlt dabei der „Wohlfühlfaktor“. Dieses Wort ist bei alteingesessenen Businessfachleuten zwar verpöhnt, gewinnt in einer vernetzten Welt aber immer mehr an Bedeutung. Man arbeitet nicht mehr nur mit Leuten zusammen, mit denen man zusammenarbeiten MUSS. Man hat inzwischen die Chance „Freunde“ aus allen Teilen der Welt kennenzulernen, die genauso „ticken“ und handeln wie man selbst. Diese Art von Geschäftsbeziehung, wird in meinen Augen diejenige welche sich in den nächsten Jahren durchsetzt. Ebenso verhält es sich mit einem Mentor. Dieser fliegt einem zwar nicht zu, dennoch und da spreche ich aus persönlicher Erfahrung begegnet man diesen Menschen durch Kreise in denen man verkehrt. Sie von einem zu überzeugen und nicht wieder gehen zu lassen ist ein ganz anderer Punkt….;)

    • Alexander August 16, 2011 at 1:14 pm #

      @Chris: Teile deine Überlegungen! Bin auf den Punkt „Wohlfühlfaktor“ nur aus Sicht des Mentees im Abschnitt „Mentorenauswahl“ eingegangen. Das Gleiche gilt natürlich auch für den Mentor 😉

      Was die Kreise angeht, in denen man verkehrt, bin ich geteilter Meinung. Sicherlich existieren Kreise, in die nicht jeder von uns aufgrund seiner Ausbildung, Einkommen, familiärem Background usw. hineinkommt … dennoch gibt es unglaublich viele Möglichkeiten, einen sehr guten Mentor auch außerhalb seiner bestehenden Zirkel zu finden … hier zwei praktische Beispiele:

      Für Studenten/Berufseinsteiger, z.B. das Mentoring-Programm der Uni Mannheim

      Für junge Unternehmer, z.B. die Bundesarbeitsgemeinschaft der Wirtschafts-Senioren

  2. Oliver Tausend August 19, 2011 at 4:36 pm #

    Hallo Alexander,

    interessanter Artikel. Ganz wichtig bei der Auswahl eines Mentors ist zu überprüfen, ob der Mentor überhaupt Experte in dem fraglichen Gebiet ist.

    Wenn ich den Mt. Everest besteigen will, würde ich mich niemandem anvertrauen, der bisher nur mit der Seilbahn auf die Zugspitze gefahren ist. Leider ist dies sehr oft die Realität.

    Ein Mentor muss schon da sein, wo ich hin will, während ein Coach oft ein bezahlter Begleiter ist, der viel allgemeines Wissen hat aber keine spezielle Ahnung von einem bestimmten Gebiet. Ich finde es immer alarmierend, wenn Menschen ihre Coachingleistung verkaufen müssen. Manche werden Coach weil sie in ihrem ursprünglichen Gebiet nicht erfolgreich waren.

    Hochwertiges Mentoring kann kostenlos sein, da der Mentor nicht auf das Geld angewiesen ist.

    Man kann sich mit Geld nicht von den von Dir zutreffend genannten Anforderungen freikaufen. Ich kenne Menschen, die sich mit Geld von Commitment und Anstrengung freikaufen wollen. Das kann nicht funktionieren.

    Beste Grüsse

    Oliver

    • Alexander Oktober 8, 2011 at 5:06 pm #

      @Oliver: Mentoren, die gleichzeitig auch Experten sind, sind in der Tat rar gesät.

      Finde deine These sehr interessant: „Manche werden Coach weil sie in ihrem ursprünglichen Gebiet nicht erfolgreich waren.“

  3. Stefan Wörgötter Oktober 1, 2011 at 11:46 am #

    Hallo Alexander,

    vielen Dank für diesen Beitrag, ich finde einen guten Mentor zu haben ist wichtig in dieser Branche, deshalb sollte mann sich auch gründlich über diese Person informieren.
    Ein guter Mentor sollte darauf aus sein dir zu helfen, erfolgreich in deinem Geschäft zu werden, nicht nur seine eigene Tasche zu füllen. Denn nur durch eine solche Person kannst auch du selber eine solche werden.

    Beste Grüße

    Stefan Wörgötter

    • Alexander Oktober 8, 2011 at 5:25 pm #

      @Stefen: Guter Zusatzpunkt für den Abschnitt „Mentorenauswahl“ mit den Auswahlkriterien: Ziel, Erfolge, Netzwerk und Persönlichkeit!

  4. Claus Hampel November 3, 2011 at 6:43 pm #

    Wunderbarer Artikel, den ich so weiter empfehlen kann.
    Coaches findet man sehr viele und einige davon kosten richtig viel Geld. Wenn ich mich aber von einem Mentor begleiten lassen möchte (gibts da auch ein Wort im Sinne von ein Coach coacht ein Mentor mentort???) dann schau ich wahrscheinlich vergebens auf den Webseiten und an Pinnwände, um Seminare oder dgl. zu finden. Einen Mentor kann ich wahrscheinlich wirklich so entdecken, wie beschrieben. Das heißt für mich gute Vorbereitung und dann entsprechende Menschen anschreiben und um Mentoring nachfragen. Viele Fragen muss ich da noch für mich beantworten, z.B. wie muss der Mensch sein, den ich mir dafür wünsche, was kann ich als Gegenleistung anbieten usw.
    Vielen Dank für die guten Ideen und ich schau mich mal weiter auf dieser Seite/Blog um.

    • Alexander November 24, 2011 at 9:27 pm #

      @Claus: Freut mich, dass dir der Artikel gefällt.

      In meinem Kommentar an Chris (sihe oben) habe ich auf zwei mögliche Mentoren-Quellen verwiesen: Unis und Unternehmerverbände.

      Wenn du googlest, findest du sicherlich auch weitere Gelegenheiten, einen (guten) Mentor zu finden.

      Alternativ kannst du auch gezielt auf Xing oder LinkedIn suchen.

      Viel Erfolg

  5. Ulrich Börst November 29, 2011 at 2:48 pm #

    Hallo Alexander,

    Sie haben ein altes „Lieblingsthema“ von mir aufgegriffen und tolle, ganz konkrete Realisationspunkte geliefert. Wir erleben immer wieder, dass unsere Coachees die Bedeutung und Wirksamkeit eines Mentors unterschätzen. Vielleicht ist manchem auch einfach der unzweifelhaft notwendige Input des Mentees zu „anstrengend“.

    Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg für Ihren empfehlenswerten Blog.

    Ulrich Börst

    P.S. Ihren Artikel bei uns als „Kochrezept“ zu bezeichnen ist möglicherweise missverständlich – zur Klarstellung: von mir ist sehr positiv gemeint!

    • Alexander Dezember 13, 2011 at 4:58 pm #

      @Ulrich: Freut mich, dass dir der Artikel gefällt.

      „Kochrezept“ ist eine treffende Bezeichnung … wobei ich lieber von einer Anleitung für ein Experiment sprechen würde.

      • Ulrich Börst Dezember 14, 2011 at 10:09 am #

        Hallo Alexander,

        einverstanden. Ich habe gestern morgen noch ein paar ganz praktische Tipps zum „How to“ geschrieben.

        Beste Grüße
        Ulrich

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