Gewohnheiten ändern in 30 Tagen


Foto: @lain G (CC BY-SA 2.0), benötigte Lesezeit: 8 Minuten, 1 Template

Gewohnheiten ändern für Faule

In der heutigen Zeit muss alles schnell und einfach gehen. Das gilt auch für die Änderung deiner Gewohnheiten:

  • Du schaust dir eine inspirierende Verfilmung einer Sportlerlaufbahn an und beschließt, ab jetzt regelmäßiger Sport zu treiben.
  • Du liest ein spannendes Buch über die fiesen Tricks der Nahrungsmittelindustrie und nimmst dir fest vor, dich ab heute gesünder zu ernähren.
  • Du führst mit deinem Mentor ein aufschlussreiches Gespräch über deine Karriere und entscheidest dich, ab nun stärker an deiner Selbstvermarktung zu arbeiten.

Zu deiner großen Enttäuschung stellst du aber bereits nach wenigen Tagen fest, dass die Änderung deiner Gewohnheiten ein ziemlich langwieriger und komplexer Prozess ist.

Denn die ersten handfesten Erfolge lassen lange auf sich warten. Deine anfängliche Euphorie verpufft bereits wenigen Tagen. Und schon die kleinsten Hürden zwingen dich zur Aufgabe deiner Pläne.

Gewohnheiten ändern im Selbstversuch

Falls du ernsthaft vorhast, deine schlechten Gewohnheiten nachhaltig zu ändern, dann können dir die nachfolgenden Tipps garantiert weiterhelfen. Erfahre z.B.,

  • wie viele Gewohnheiten du idealerweise auf einmal ändern solltest,
  • wie du professionell mit Hindernissen und Rückschlägen umgehen kannst,
  • und warum es Sinn macht, deine Pläne gelegentlich zu vernachlässigen und gegen alle Regeln zu verstoßen.

Warum ich mir so sicher bin, dass diese Tipps funktionieren?!

Ich habe sie an mir selbst getestet, als ich mir vor einiger Zeit vorgenommen habe, weniger Süßigkeiten zu essen. Ich habe damals ca. 200 g Schokolade und sonstige Süßigkeiten pro Tag gegessen. Das waren im Durchschnitt 6 kg Süßigkeiten pro Monat! Den kleineren Teil des Naschzeugs habe ich mir aus dem Supermarkt geholt. Den größeren Teil haben ich mir fast schon unbewusst aus Snack-Automaten gezogen, die heute in jedem Büro, Bahnhof oder Flughafen stehen … Heute esse ich übrigens maximal 200 g Süßigkeiten pro Woche. Lies weiter unten, warum es nicht Null Gramm sind. Hier nun meine 13 Tipps:

13. Fokussiere dich auf eine einzige Gewohnheit

Am Anfang einer Transformation ist dein Tatendrang am größten. Du willst am liebsten mehrere Gewohnheiten gleichzeitig ändern … z.B. täglich joggen gehen, dich gesund ernähren, einen Blogartikel schreiben und Spanisch lernen.

Es wird jedoch nicht lange dauern, bis du wieder vom Alltag eingeholt wirst. Ich habe es selbst ausprobiert und bin damit erfolgreich auf die Nase gefallen … Natürlich gibt es Menschen, die mehrere Gewohnheiten gleichzeitig ändern können. Ihr Anteil ist jedoch verschwindend gering. Die meisten fühlen sich spätestens nach einer Woche von der Masse der Veränderungen überfordert. Verlieren ihren Tatendrang. Und geben am Ende sogar komplett auf.

Erhöhe deine Chancen auf Erfolg, indem du dich auf die Veränderung einer einzigen Gewohnheit zur gleichen Zeit fokussierst. Wenn du es geschafft hast, diese Gewohnheit zum festen Bestandteil deines Lebens zu machen, dann richte deinen Fokus die nächste Gewohnheit, die du ändern willst.

12. Setze 30 Tage lang auf schrittweise Verbesserungen

Gerade wenn du dich auf die Veränderung einer einzigen Gewohnheit fokussierst, steigt deine Erwartung, bereits nach wenigen Tagen die ersten Erfolge zu sehen.

Mit dieser unrealistischen Erwartungshaltung setzt du dich jedoch nur unnötig unter Druck und erhöhst die Gefahr, wieder in deinen gewohnten Alltagstrott zurück zu kehren. Denn du wirst dich nicht über Nacht in einen ausdauernden Jogger, leidenschaftlichen Rohkostanhänger, disziplinierten Blogartikelschreiber oder fleißigen Spanischschwärmer verwandeln. Eine erfolgreiche Veränderung deiner Gewohnheiten ist ein langwieriger Prozess, der sich aus mehreren Etappenerfolgen zusammensetzt.

Gib deiner neuen Gewohnheit mindestens 30 Tage lang Zeit, dir in Fleisch und Blut überzugehen. Eine schrittweise Veränderung wird dir weniger weh tun. Du wirst sie im Alltag kaum wahrnehmen. Und sie wird garantiert nachhaltiger sein als ein wundersamer Über-Nacht-Erfolg. Setzte deshalb von Anfang auf schrittweise Verbesserungen anstatt auf einmalige Großerfolge.

11. Schmiede einen schriftlichen Plan

Innerhalb von 30 Tage kannst du in deiner Gedankenwelt eine Menge guter Ideen und brillanter Pläne entwickeln.

Es reicht jedoch nicht aus, deine Ideen und Pläne nur im Kopf durchzuspielen. Das menschliche Gehirn … auch wenn es als eines der leistungsfähigsten unter allen Lebewesen gilt … ist wie ein Pastasieb mit viel zu großen Löchern. Nur wenige Ideen bleiben dauerhaft im Langzeitgedächtnis hängen. Der Großteil deiner Gedanken landet zunächst im Kurzzeitgedächtnis und löst sich danach für immer in Luft auf.

Halte deshalb deine ersten Überlegungen zur Veränderung einer bestimmten Gewohnheit auf Papier, White Board, Textdatei, usw. … fest. Erstelle dann auf Basis dieser Informationen einen schriftlichen Plan, damit du auch nach 27 Tagen weißt, welche Gewohnheit du ändern willst, warum das für dich wichtig ist und wie du dein Vorhaben konkret umsetzen kannst. Dein Plan sollte idealerweise die Größe einer DIN-A4-Seite nicht überschreiten. Alternativ kannst du das Template „Gewohnheiten ändern in 30 Tagen“ verwenden. Bringe deine Punkte kurz und prägnant zu Papier. Nimm dir für die Erstellung deines schriftlichen Plans 1 bis 3 Tage Zeit. Beginne erst danach mit der Umsetzung deiner 30 Tage dauernden Transformation.

10. Benenne deine Zielgewohnheit beim Namen

Das Kernstück deines schriftlichen Plans ist die Zielgewohnheit, in deren Richtung du dich verändern willst.

Wenn du diese Zielgewohnheit nicht beim Namen benennen kannst, wirst du vermutlich auch niemals feststellen können, ob du sie bereits verinnerlicht hast.

Kläre deshalb bei der Erstellung deines schriftlichen Plans, welche neue Gewohnheit du dir genau aneignen willst. Benenne diese Zielgewohnheit beim Namen und trage sie an entsprechender Stelle in deinem Plan ein. Bei mir hieß es einfach: „Keine Süßigkeiten!“

09. Identifiziere deine wahre Motivation

Deine Motivation ist der Treibstoff, der dich in Richtung deiner Zielgewohnheit verändern wird.

Wenn du jedoch nicht weißt, was dich motiviert, wirst du nach spätestens einer Woche die Lust verlieren, dich mit deiner ganzen Kraft für deine Ziele einzusetzen.

Finder heraus, was deine wahre Motivation ist, neue Gewohnheiten zu verinnerlichen. Beschränke dich dabei nicht nur auf die extrinsische Motivation, wie z.B. ein Lob vom Chef oder ein Kinobesuch als Belohnung für das Erreichen deines Ziels. Viel wichtiger ist deine intrinsische Motivation, wie z.B. die Erfüllung eines lang ersehnten Jugendtraums oder deinen Kindern ein vorbildlicher Vater bzw. eine vorbildliche Mutter sein. Je stärker deine extrinsische und/oder intrinsische Motivation ist, desto hartnäckiger wirst du an deiner neuen Gewohnheit festhalten und sie zu einem dauerhaften Bestandteil deines Lebens machen.

08. Entlarve alle Hürden

Während die Motivation dich deiner Zielgewohnheit näher bringt, sorgen die Hürden dafür, dass du deine neue Gewohnheit niemals erreichst.

Hürden sind all jene offensichtlichen Stolpersteine, die dich von der Erreichung deines Ziels abhalten, z.B. du hast keine Jogging-Schuhe oder du hast keine Ahnung über gesunde Ernährung. Hürden werden insbesondere dann gefährlich, wenn du dich nicht im Voraus auf sie einstellst.

Überlege dir deshalb genau, welche Hürden dich von der Änderung deiner Gewohnheiten abhalten. Falls dir nichts einfällt, google Stolpersteine, an denen andere Menschen in einer ähnlichen Lage gescheitert sind. Lass dich nicht eines schönen Tages von irgendwelchen „unbekannten“ Hürden überraschen. Erarbeite dann für alle entlarvten Hürden Gegenmaßnahmen, so dass du auf sie gut vorbereitet bist, z.B. Jogging-Schuhe kaufen oder zum Thema „Gesunde Ernährung“ einen Kurs bei der Volkshochschule besuchen. Für die Umgehung ein und derselben Hürde kann es selbstverständlich unterschiedlich viele Lösungen geben.

07. Biete den Auslösern Paroli

Auslöser sind Situationen oder Menschen, die deine alten Gewohnheiten reaktivieren und dich ähnlich wie die Hürden von deren Änderung abhalten.

Das Besondere an den Auslösern ist, dass sie scheinbar unausweichlich sind, urplötzlich eintreten und dich unbewusst in alte Gewohnheitszustände zurückversetzen. Beispielsweise lädt dich ein guter Freund auf ein Eis ein und du sagst spontan zu, obwohl du nichts Süßes mehr essen wolltest. Oder du greifst nach ein paar Gläsern Bier automatisch zu einer Zigarette, obwohl du dir fest vorgenommen hast, nie wieder zu rauchen.

Identifiziere Situationen und Menschen, die deine alten Gewohnheiten auslösen. Es gibt in der Regel mehrere Auslöser. Du musst sie alle kennen. Überlege dir danach, wie du diesen Auslösern in der Zukunft Paroli bieten kannst. Du kannst es auf die feinfühlige oder harte Art machen. Beispielsweise kannst du dich bei deinem Freund für die Einladung zum Eis bedanken und ihm sagen, dass du dich über einen leckeren Kaffee mehr freuen würdest. Oder entscheide dich bewusst für eine Apfelschorle oder ein anderes nichtalkoholisches Getränk, wenn Alkohol dich zum Zigarettenrauchen verführt.

06. Verpflichte dich öffentlich zu deiner neuen Gewohnheit

Es ist relativ einfach, dir im stillen Kämmerchen vorzunehmen, eine neue Gewohnheit anzueignen, und dann den Auslösern aus dem Weg zu gehen.

Noch einfacher ist es, dein Vorhaben wieder zu verwerfen … insbesondere dann, wenn du die einzige Person bist, vor der du dich dafür rechtfertigen musst.

Teile deshalb deine Veränderungsabsichten der ganzen Welt mit, z.B. deinen Freunden, Mitarbeitern, Friseur, Bäcker, usw. Hänge deinen Plan an einem gut sichtbaren Ort in deiner Wohnung auf, damit nicht nur du, sondern auch dein Ehepartner, Freund, Freundin, Kinder, usw. ihn sehen können. Je mehr Menschen davon erfahren, desto schwieriger wird es dir fallen, gleich bei den ersten Problemen aufzugeben. Schließlich willst du nicht vor deinen Mitmenschen als Versager dastehen. Nutze den sozialen Druck zu deinen Gunsten, um deine alten Gewohnheiten zu ändern.

05. Halte sowohl Erfolge als auch Misserfolge in einem Tagebuch fest

Trotz öffentlicher Verpflichtung zu deiner neuen Gewohnheit wirst im Laufe deiner 30-tätigen Veränderungstour nicht nur Erfolge, sondern auch Misserfolge erleben.

Deine Erfolge werden dich beflügeln, deinen Veränderungsprozess fortzusetzen. Deine Misserfolge können dich dazu anhalten, dein Veränderungsvorhaben vorzeitig aufzugeben.

Halte sowohl deine Erfolge als auch Misserfolge in einem Tagebuch fest. Schreib jeden Tag auf, ob du dich deiner Zielgewohnheit einen Schritt genähert oder dich von ihr einen Schritt entfernt hast. Blättere dein Tagebuch täglich durch. Lass dich in schweren Zeiten von deinen früheren Erfolgen ermutigen weiterzumachen. Analysiere gleichzeitig deine Misserfolge und leite Gegenmaßnahmen ab, um ihre Wiederholung in Zukunft zu vermeiden. Nutze dazu einen Notizblock aus Papier, eine Text-Datei auf deinem Computer oder einen kostenlosen Blog im Internet, z.B. WordPress. Ich persönlich nutze am liebsten einen Blog, den nur ich beschreiben und lesen kann. Auf diesen habe ich dann von überall auf der Welt Zugriff und bin gezwungen jeden Tag etwas zu schreiben. Du kannst neue Gewohnheiten selbstverständlich auch ohne einen Blog umsetzen. Die Hauptsache ist, dass du deine Erfolge und Misserfolge täglich festhältst … von mir aus auch mit einer Videokamera oder einem Tonbandgerät.

04. Finde deine Unterstützer

Nur du allein bist am Ende dafür verantwortlich, ob du deine Gewohnheiten nach 30 Tagen erfolgreich änderst oder nicht.

Du wirst es jedoch in den meisten Fällen nicht ohne die Unterstützung Dritter schaffen. Es wird Zeiten geben, in denen du aus eigener Kraft nicht weiterkommen wirst, weil dir jemand fehlen wird, der dich im richtigen Moment aufbaut, dich mit nützlichen Informationen versorgt oder dir einfach nur zuhört.

Finde deshalb im Voraus drei Unterstützer, an die du dich jederzeit wenden kannst. Das können Freunde, Verwandte, Kollegen, Bekannte oder Unbekannte aus Internet-Foren sein. Bitte dein Unterstützer-Netzwerk um Hilfe, sobald du auf dem Weg zu deiner Zielgewohnheit ins Stocken gerätst. Die meisten Menschen empfinden es als sehr erfüllend, gebraucht zu werden und helfen zu können.

03. Tauche tief in die Materie ein

Die Änderung einer Gewohnheit sieht auf den ersten Blick … insbesondere mit den richtigen Unterstützern … ganz simpel aus. Das sollte sie auch. Schließlich willst du nicht gleich am Anfang von einer Fülle an komplexen Detailinformationen erschlagen werden, sondern einen sanften Einstieg in das Thema finden.

Im Laufe der Zeit wirst du jedoch feststellen, dass du an der Komplexität einer Gewohnheitsänderung nicht vorbeikommen wirst, sofern du sie wirklich ernsthaft angehen willst.

Akzeptiere es, dass sich hinter den einfachsten Sachverhalten Tonnen an Informationen, Herausforderungen und Unebenheiten verstecken. Lies dazu täglich entsprechende Bücher, Zeitschriften oder Blogs. Sprich mit Praktikern, Theoretikern oder themennahen Experten. Halte nach Erfolgsgeschichten Ausschau, leite aus ihnen sinnvolle Strategien ab und entwickle nützliche Tools, die dich deinem Ziel näher bringen. Tauche tief in die Materie ein, um die Komplexität einer Gewohnheitsänderung besser zu beherrschen.

02. Missachte einmal in der Woche alle Regeln

Du schmiedest fleißig Pläne. Vertiefst dich täglich im Thema. Und hältst unermüdlich alle Regeln ein, um deine alten Gewohnheiten erfolgreich zu ändern.

Doch du bist kein Roboter, der auf Knopfdruck Tag ein, Tag aus alles perfekt nach Plan ausführen und dabei penibelst alle Regeln einhalten kann. Du bist ein Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen, der gelegentlich auch die Nase voll von Plänen und Regeln hat.

Diese Imperfektion ist ein Teil von dir. Lass sie bewusst zu, anstatt gegen sie anzukämpfen und an ihr zu verzweifeln. Wähle einen Tag in der Woche aus, an dem du deinen Plan mit gutem Gewissen vernachlässigen kannst. Missachte an diesem einen Tag alle Regeln, die du vorher aufgestellt hast. Schlag dir z.B. den Bauch mit Süßigkeiten voll, bis dir schlecht wird [Jetzt weißt du, warum ich jede Woche noch immer 200 g Süßigkeiten verdrücke]. Oder trink so viel Bier, wie du gerade noch vertragen kannst. Es ist dein großer Tag. Genieße ihn. Achte nur darauf, dass du an den übrigen sechs Tagen strikt nach Plan und Regeln lebst. Freue dich auf den einen Tag in der Woche, an dem alle Pläne und Regeln für dich tabu sind. Mit der Zeit kannst du das Intervall bis zum nächsten Ausnahmetag von einer Woche auf zwei, drei, vier, usw. Woche erhöhen. Die Hauptsache ist, dass dein Plan überhaupt einen Ausnahmetag vorsieht, damit du dir keine Vorwürfe machen musst, dass du nicht standhaft genug warst, an deinen Zielen fest zu halten.

01. Betrachte das Scheitern als eine Vorstufe für zukünftige Erfolge

Wenn du die oben aufgeführten Tipps konsequent umsetzt, kannst du einen Großteil deiner alten Gewohnheiten erfolgreich innerhalb von 30 Tagen ändern.

Du wirst jedoch nicht jede Gewohnheit gleich beim ersten Mal zum festen Bestandteil deines Alltags machen können. Das kann verschiedene Gründe haben: zu wenig Motivation, zu hohe Hürden oder nicht gegen alle Auslöser gewappnet.

Was auch immer die Gründe für das Scheitern sind, gibt nicht gleich komplett auf, wenn du es nicht beim ersten Mal schaffst. Denn sonst lässt du dich nur vorzeitig von deiner alten Gewohnheit besiegen … Schau dir die Ursachen für dein Scheitern genauer an. Lerne aus deinen Fehlern. Überlege dir, was du in Zukunft besser machen kannst. Schmiede einen neuen Plan. Und ändere deine Gewohnheit dieses Mal mit größerem Erfolg. Wiederhole diese Schritte solange, bis die neue Gewohnheit ein fester Bestandteil von dir geworden ist. Betrachte dabei jedes Scheitern als eine Vorstufe für deine zukünftigen Erfolge.

Wie änderst du deine Gewohnheiten?

Was hilft dir, deine Gewohnheiten erfolgreich zu ändern? Teile deine Tipps und Erfahrungen anderen Lesern im Kommentarfeld mit.

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30 Responses to “Gewohnheiten ändern in 30 Tagen”

  1. norbert Juni 10, 2012 at 4:07 pm #

    meine lektion: meide menschen, die es sich zu ihrer lebensaufgabe gemacht haben, dir erklären zu müssen, warum du etwas niemals schaffen wirst. meistens haben sie es selbst nicht geschafft und wollen nicht zulassen, dass du es packst, weil sie sonst dumm dastehen.

    • Alexander Juni 10, 2012 at 5:48 pm #

      @norbert: Vielen Dank für deinen Hinweis! Woran erkennst du diese „Show-Stopper“?

      • norbert Juni 19, 2012 at 10:17 am #

        mischen sich in alles ein und wissen alles besser, obwohl sie es selbst noch nie ausprobiert haben. machen dir ein schlechtes gewissen und versuchen dich mit allen mitteln von deinem weg abzubringen. nur um später sagen zu können: siehst du, habs doch gesagt, dass dein plan für die tonne ist.

        • Alexander Witt Oktober 3, 2012 at 9:57 pm #

          @norbert: Besten Dank für deine klaren Worte … gut auf den Punkt gebracht 😉

  2. Jan Theofel Juni 11, 2012 at 1:45 pm #

    Ich empfehle zum An- bzw. Abtrainieren von guten bzw. schlechten Gewohnheiten die Methode „erfolgreiche Gewohnheiten“ von Jörg. Hier habe ich die mal in meinem Weblog vorgestellt: http://www.theofel.de/archives/2009/02/die-yukon-methode-fuer-erfolgreiche-gewohnheiten.html

    • Alexander Juni 11, 2012 at 7:57 pm #

      @Jan: Danke für deinen Tipp!

      Wenn ich das Prinzip dieser Methode richtig verstanden habe, geht es vor allem darum, ein Belohnungs- und Bestrafungs-System aufzubauen, um sich innerhalb von 21 Tagen neue Gewohnheiten anzueignen: Wenn ich nach Plan handle, bekomme ich einen Pluspunkt. Wenn ich den Plan missachte, wird mir ein Punkt abgezogen.

      Ob das Tool jetzt ein Schmuckstück mit abnehmbaren Elementen, ein Glas mit 21 Murmeln oder ein Blatt Papier mit 21 mit Bleistift auszufüllenden Feldern ist, sollte aus meiner Sicht von der Wirkungsweise her keinen allzu großen Unterschied machen.

      Die Frage ist nur, wie ich es sicherstelle, dass ich nicht auf die Idee komme, mich selbst zu beschummeln, wenn doch die Selbstdisziplin nicht funktioniert?! … Meine Vorschlag unter Punkt 06. „Verpflichte dich öffentlich zu deiner neuen Gewohnheit“.

      Was schlägst du vor?

      • Jan Theofel Juni 12, 2012 at 8:41 am #

        Ja, wobei es keinen Minuspunkt (ein Element wieder weg) gibt, sondern man wieder bei Null anfängt. Die Idee dahinter ist, dass wenn du es mal 21 Tage am Stück geschafft hast, dass du dann die neue Gewohnheit erfolgreich programmiert hast.

        Das Armband hat den Vorteil, dass man es immer bei sich hat, was als zusätzlicher Reminder besser ist als ein Objekt, was z.B. zu Hause auf dem Schreibtisch steht. Und man kann es aben zum Beispiel auch auf reisen mitnehmen.

        Das veröffentlichen macht durchaus Sinn – wieso nicht sogar in einem öffentlichen Blog. So gibt es ja mit dem http://www.321blog.de ein Abnehmblog, wo sich Teilnehmer öffentliche Abnehmduelle liefern. Dort kann man zum Beispiel auch beschreiben, was man nicht mehr Essen will oder so.

        • Alexander Witt Oktober 3, 2012 at 10:06 pm #

          @ Jan: Abnehmduelle! … Was es nicht alles gibt!! … Du nimmst aber als passionierter Koch daran definitiv nicht teil, oder?! … Viele Grüße nach Stuttgart 😉

          • Jan Theofel Oktober 4, 2012 at 1:04 pm #

            Doch, da war ich auch mal eine Weile dabei. Leckeres Essen und Abnehmen schließen sich ja nicht gegenseitig aus…

          • Alexander Witt Oktober 4, 2012 at 10:43 pm #

            @Jan: Genial! … Was sind deine Erfahrungen? Was hat es dir am Ende gebracht?

          • Jan Theofel Oktober 5, 2012 at 7:57 am #

            Ich habe in der Zeit vollständig auf meinen Körper gehört und nur das gegessen, was der wirklich wollte. Ohne Industrieschrott, der mit Geschmacksstoffen den Körper verwirrt. So habe ich einige Kilo in recht kurzer Zeit abgenommen.

          • Alexander Witt Oktober 5, 2012 at 6:14 pm #

            @Jan: Klingt spannend … Lese mich gerade in das Thema „Gesunde Ernährung, Abnehmen usw.“ ein. Hat Potential für einen Artikel 😉

          • Jan Theofel Oktober 5, 2012 at 8:42 pm #

            Ich bin gespannt! Kommst du eigentlich zum lifeworkcamp? Wir haben am Dienstag Anmeldeschluss…

          • Alexander Witt Oktober 14, 2012 at 2:18 pm #

            @Jan: Wäre gerne dabei gewesen. Mein Workload ist aktuell über Normal. Musste deshalb umpriorisieren. Bin gerne nächste Mal wieder dabei.

          • Jan Theofel Oktober 15, 2012 at 9:10 am #

            Es war absolut super und kam bei den TeilnehmerInnen sehr gut an. Das nächste Mal peilen wir für Anfang Juni 2013 an.

          • Alexander Witt Oktober 16, 2012 at 8:00 pm #

            @Jan: Besten Dank für das Update. Freue mich auf nächstes Jahr

  3. Fri-fri-Da Juni 22, 2012 at 2:26 pm #

    Mhmmm, lecker! Wo und wie hast du das Süßigkeitenbild entdeckt ?

  4. Alexander Witt Oktober 3, 2012 at 9:51 pm #

    @Fri-fri-Da: Unter dem Artikelbild findest einen Link … ist ein „creative commons“-Bild 😉

    Wie ich „creative commons“-Bilder auf flickr finde, erfährst im Artikel „Wie du kostenlose Profi-Bilder für deine Präsentation findest?!“

  5. Alexander Schwarz Oktober 14, 2012 at 4:43 pm #

    Hi Alexander,

    das sind prima Tipps, die du da vorgestellt hast. Was ich ergänzend empfehlen kann, ist das Prinzip der Mikrogewohnheiten. Lohnt sich sehr, einmal für eine Woche mit dieser simplen Methode zu experimentieren.

    LG, Alex

    • Alexander Witt Oktober 16, 2012 at 8:10 pm #

      @Alex: Was verbirgt sich genau hinter dem Prinzip der Mikrogewohnheiten? … Kannst du es in 2-3 Sätzen erklären?!

      • Alexander Schwarz Oktober 17, 2012 at 1:31 pm #

        @Alexander: Gern.

        Die Mikrogewohnheiten gehen auf einen Ansatz des amerikanischen Verhaltensforschers BJ Fogg zurück. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Verhalten prinzipiell durch die drei Dimensionen Motivation, Befähigung (Ability) und Trigger gesteuert werden. Hinter den Mikrogewohnheiten steckt nun die Idee, dass Motivation (wie auch Selbstdisziplin) im Alltag sehr unzuverlässig sind und dass es daher zielführender ist, dafür zu sorgen, dass die Handlung zu Beginn lächerlich einfach ist und dass es einen zuverlässigen Auslöser gibt.

        Besser als das Lesen dieser Erläuterung funktioniert aber das selber ausprobieren. Dauert eine Woche und „Kostet“ 5-10 Minuten pro Tag. URL hab ich unter meinem Namen verlinkt.

        • Alexander Witt Oktober 21, 2012 at 7:41 pm #

          @Alexander: Besten Dank! Habe das Prinzip verstanden. Welche deiner eigenen Gewohnheiten hast du damit erfolgreich verändert?!

          • Alexander Schwarz Oktober 22, 2012 at 7:59 pm #

            Well: Das ist natürlich eine üblicherweise berechtigte Frage: „Und, was hat’s gebracht?“ 😉

            In diesem Fall geht es aber aus meiner Sicht am Kern vorbei. Was ich damit verändert habe, waren Kleinigkeiten, vielleicht sogar Banalitäten. Zum Beispiel dass ich nun meinen Schlüssel immer an seinen Platz lege, wenn ich nach Hause komme. Es geht aber gar nicht um diese eine Kleinigkeit, sondern um den Prozess und die damit verbundene Referenzerfahrung.

            Und ich bleibe dabei: Das Ausprobieren der Methode ist wertvoller als das Verstehen. 😉

            LG, ALex

          • Alexander Witt Oktober 28, 2012 at 11:49 pm #

            @Alexander: Bin extrem Output/Input-orientiert 😉

            Überschaubare Ergebnisse (Output) bei geringer Anstrengung (Input) sind nicht gerade sehr aufregend … Eine spannendere Kombination wäre herausragende Ergebnisse bei minimaler Anstrengung.

            Muss daher zugeben, dass dein Schlüssel-am-richtigen-Ort-ablegen-Erfolg für mich nicht gerade nach einer bemerkenswerten Selling Story klingt 😉

            Habe die Methode von BJ Fogg dennoch aus reiner Neugierde knapp eine Woche lang ausprobiert … Um es auf den Punkt zu bringen: Sie funktioniert … vielleicht gerade deshalb, weil man sich keine zu ambitionierten Ziele setzt … Sehe in ihr dennoch Potential.

            Musste mich mit der BJ Fogg Methode vorher aber etwas tiefer beschäftigen, um das große Ganze dahinter zu begreifen … Das Erklär-Bär-Video auf BJ Foggs Blog war dazu sehr hilfreich.

            Der Typ ist übrigens ein klasse Rhetoriker und Vorausdenker … Danke noch einmal dafür, da du mich auf ihn aufmerksam gemacht hast!

  6. Alexander Schwarz Oktober 29, 2012 at 11:33 am #

    Von wegen Input/Output-Orientierung: Für mich ist dieser Ansatz eher ein Grundlagenthema. Beim „Schärfen der Säge“ hast du ja auch kein Ergebnis.

    Ich könnte jetzt noch weitere Argumente bringen, aber da ist so ein Kommentar-Thread für mich nicht das passende Medium.

    Wenn du Lust hast und du das Thema in deinem Blog weiter vertiefen möchtest, können wir uns gern mal dazu austauschen und vielleicht eine Diskussion führen (Text, Audio, Video, wie du magst). Da wäre es ja dann sogar förderlich, wenn wir nicht exakt die gleiche Meinung haben. 😉

    • Alexander Witt November 5, 2012 at 11:53 pm #

      @Alexander: Klingt spannend … Falls du einen „bemerkenswerten“ Gastbeitrag leisten möchtest (Artikel, Vidoe, …), dann beachte bitte folgende Voraussetzungen.

      Deinen letzten Kommentar habe ich gelöscht … Roch mir zu stark nach Schleichwerbung :-(

      Inhaltliche Beiträge mit Tiefgang mit Bezug zum Artikel sind jederzeit willkommen 😉

  7. Steffen März 29, 2014 at 12:28 pm #

    Vielen Dank für den Artikel.

    Schön dass du die 21 Tage, die man angeblich zum erlernen einer neuen Angewohnheit braucht, nicht erwähnt hast. Dieser Mythos wurde glaube ich durch Astronauten geboren, die eine Brille tragen musste mit der sie alles auf dem Kopf sahen. Nach 21 Tagen konnten die Astronauten mit der Brille normal sehen, da dass Gehirn das gesehene Bild automatisch umdrehte (oder nicht mehr drehte, denn das Bild kommt ja verkehrt herum auf die Netzhaut).

    Grüße aus Freiburg
    Daher auch der Mythos, dass man nach nur einer Unterbrechung der Gewohnheit wieder ganz von vorne anfangen müsste. Was natürlich auch nicht stimmt.

    Neuste Erkenntnisse besagen dass es um die 60 Tage dauert eine neue Gewohnheit zu erlernen, was jedoch genau so unsinnig ist. Natürlich kommt es auf die Gewohnheit, den Menschen, die Methode und noch vieles Anderes an.

    Ich würde zu deiner Liste noch ergänzen, dass man sich selber verzeiht falls man doch einmal der alten Gewohnheit verfällt. Jedoch auch daraus lernt und eventuell weitere Maßnahmen ergreift.

    • Alexander Witt Mai 31, 2014 at 3:15 pm #

      @Steffen: Haben mich auf 30 Tage eingeschossen und fahre mit diesem Erfahrungswert ziemlich gut.

      Damit ich mir nicht zu oft verzeihen muss, haben ich die Regel Nr. 2 eingeführt: „Missachte einmal in der Woche alle Regeln!“ 😉

  8. Stephan Wiessler April 18, 2014 at 6:53 pm #

    Sehr guter Artikel! Schön alles zusammengefasst.

    Beste Grüße,

    Stephan Wießler

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