Memento Mori! Oder warum Steve Jobs den Tod für die beste Erfindung des Lebens hält?!

Foto: Shandi-lee, benötigte Lesezeit: 12 Minuten, 1 Template

Memento Mori

Der lateinische Ausdruck „Memento Mori“ bedeutet frei übersetzt: „Denk daran, dass du sterblich bist!“

Es ist eine Aufforderung an dich, dir dessen bewußt zu sein, dass dein Leben im Durchschnitt nach nur 80 Jahren zu Ende gehen wird.

Unangenehme Vergänglichkeit

Für die meisten Menschen … du gehörst sicherlich auch dazu … ist die Vergegenwärtigung ihrer Vergänglichkeit ein unangenehmes Thema.

Wer will schon freiwillig an seinen eigenen Tod denken?!

Verschieberitis

Du verschiebst diesen Gedanken lieber auf den Zeitpunkt „Irgendwann“ … genauso wie die Umsetzung deiner Ziele, die Pflege deiner zwischenmenschlichen Beziehungen oder den Ausbau deiner körperlicher Fitness.

Bis du „irgendwann“ vom Tod überrascht wirst und keine Zeit mehr für die Umsetzung deiner Pläne hast.

Wann hast du das letzte Mal an dein Ende gedacht? Wie viele Jahre hast du noch durchschnittlich zu leben? Was willst du in dieser Zeit alles erreichen?

Oder willst du dich mit diesen Gedanken erst „irgendwann“ beschäftigen? Bedenke, dass dein Leben endlich ist. Memento Mori!

Steve Jobs und die beste Erfindung des Lebens

Steve Jobs hat 2005 in einer sehr persönlichen Rede vor den Studenten der Stanford University festgestellt: „Der Tod ist wohl die beste Erfindung des Lebens!“

Was wollte er damit sagen? … Allein das Wissen darüber, dass du eines Tages sterben wirst, wird dir zu einer der wichtigsten Entscheidungshilfen, um deine Prioritäten im Leben richtig setzen zu können.

Denn alle äußeren Einflüsse … wie z.B. die Erwartungen anderer Menschen, der eigene Stolz, die Angst vor Peinlichkeiten und Niederlagen … verlieren angesichts des Todes an Gewicht.

Es bleibt nur das übrig, was für dich wirklich zählt.

Drei bis sechs Monate Zeit zu leben

Ein Jahr vor der Rede an der Stanford University … 2004 … wurde bei Steve Jobs eine unheilbare Form des Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Die Ärzte gaben ihm drei bis sechs Monate Zeit zu lebe.

Sie rieten ihm, nach Hause zu gehen und seine Sachen in Ordnung zu bringen.

Mit anderen Worten?! Steve Jobs sollte sich auf seinen Tod vorbereiten! Er sollte versuchen, in den wenigen Monaten, die ihm noch blieben, all das umzusetzen, wofür er vor einigen Tagen glaubte, noch Jahrzehnte Zeit zu haben.

Zu diesem Zeitpunkt war Steve Jobs 49 Jahre alt.

Erfreuliche Fehldiagnose

Steve Jobs musste mit dieser niederschmetternden Diagnose einen ganzen Tag lang leben … bis sie nach einer weiteren Untersuchung … zur großen Freude aller … widerlegt wurde.

Es handelte sich um eine sehr seltene, jedoch heilbare Art des Bauchspeicheldrüsenkrebs, die operativ behandelt werden konnte.

Die Operation wurde erfolgreich durchführt und Steve Jobs lebte noch weitere sieben Jahre, bevor er im Oktober 2011 an den Folgen seiner Krebserkrankung verstarb.

Steve Jobs und Apples größte Erfolge

In den vergangenen sieben Jahren lebte Steve Jobs stets mit dem Tod vor Augen. Und doch waren es seine innovativsten, aufregendsten und erfolgreichsten Jahre.

Als Chef von Apple hat es Steve Jobs in den sieben Jahren geschafft, mit revolutionären Produkten wie dem iPhone oder dem iPad nicht nur Märkte, sondern auch die Herzen der Menschen zu erobern.

Wie erklärst du es dir sonst, dass einige Apple-Kunden sich Urlaub nehmen und vor einem Apple Store campen, um als erste das neueste iPone oder iPad zu einem unverschämt hohen Preis kaufen zu können?!

In den vergangenen sieben Jahren hat Steve Jobs Apple deshalb nicht nur zu einem der erfolgreichsten, sondern auch zu einem der begehrtesten Unternehmen der Welt entwickelt.

Wir werden nie erfahren, was Steve Jobs noch alles revolutioniert hätte … hätte er weitere sieben Jahre Lebenszeit gehabt.

Was hast du eigentlich in den nächsten sieben Jahren vor?

Besten Zeitpunkt wählen

Lass dich nicht davon täuschen, dass du alle Zeit der Welt hast, um deine Pläne umzusetzen.

Erinnere dich immer wieder daran, dass deine Lebenszeit endlich ist … genauso wie die Lebenszeit von Steve Jobs, Angela Merkel, Mick Jagger oder Sebastian Vettel endlich ist. Memento Mori!

Der beste Zeitpunkt, deine Pläne zu realisieren, ist immer JETZT. Du weißt nie, was in einer Stunde, einem Tag, einer Woche, einem Monat oder einem Jahr sein wird.

Memento Mori … Was kannst du konkret tun?

Schaffe dir einen stets präsenten „Lebenszeitdruck“. Wenn du das nicht machst, wird keiner kommen und es für dich machen.

Schütze dich selbst vor der leichtsinnigen Annahme … aktueller Stand der Wissenschaft … für immer und ewig leben zu können. Bereite der Verschwendung deiner Lebenszeit ein Ende.

Erziele in deiner begrenzten Zeit mehr Ergebnisse, indem du die nachfolgenden vier Tipps umsetzt:

4. Memento Mori-Template ausfüllen

Druck dir das Memento Mori-Template aus … am beste auf der Vorder- und Rückseite eines einzigen Blattes … und fülle es aus. Rechts oben kommt dein Geburtsdatum. Rechts unten kommt … 80 Jahre später … dein Todesdatum.

Die 80 Zeilen stehen für die Anzahl der Jahre. Die 52 Spalten repräsentieren die Anzahl der Wochen innerhalb eines Jahres.

Fülle alle Kästchen bis zur vergangenen Woche in deiner Lieblingsfarbe aus. Das sind dann die Jahre, Monate und Wochen, die bereits hinter dir liegen und die du nicht mehr beeinflussen kannst.

Hänge dann dein Memento Mori an einem Ort auf, an dem du es jeden Morgen sehen kannst.

3. Zurück blicken

Schaue dir die ausgefüllten Kästchen … deine Vergangenheit … an und frag dich, was du bisher in deinem Leben erreicht hast und ob du darauf „richtig stolz“ sein kannst. „Zufrieden sein“ allein genügt nicht!

Schau dir dann das letzte ausgefüllte Kästchen an und frag dich, was du letzte Woche erreicht hast und ob du darauf ebenfalls richtig stolz sein kannst.

Falls deine Antwort in beiden Fällen „Ja!“ lautet, dann mach wie bisher weiter.

Falls eine deiner Antworten „Nein!“ lautet, dann mache es diese Woche und in den nachfolgenden Wochen, Monaten und Jahren besser, damit du auf deine Leistungen richtig stolz sein kannst.

2. Ausblick wagen

Schaue dir jetzt die nicht ausfüllten Kästchen an. Frag dich, was du in deiner dir durchschnittlich verbleibenden Zeit … langfristig, mittelfristig und kurzfristig … noch alles erreichen willst. Schreib deine Ziele auf der Rückseite deines Memento Mori auf.

Verzettele dich nicht mit zu vielen Zielen. Drei Ziele je Kategorie … langfristig, mittelfristig und kurzfristig … sind vollkommen ausreichend. Folge der Devise: Klasse statt Masse!

  • LANGFRISTIG: Welche drei langfristige Ziele willst du … frühestens in 5 Jahren … realisieren (z.B. Führungsposition besetzen)? Rufe dir ins Gedächtnis, wie viel Lebenszeit dir dafür noch übrig bleibt. Hast du noch 50, 15 oder nur noch 5 Jahre, um deine langfristigen Lebensziele umzusetzen? Was kannst du bereits nächste Woche machen, um deinen Zielen näher zu kommen?
  • MITTELFRISTIG: Welche drei mittelfristigen Ziele willst du in den nächsten 2-4 Jahren erreichen (z.B. Auto kaufen)? Was willst du nächste Woche unternehmen, um die Umsetzung deiner mittelfristigen Ziele voranzutreiben.
  • KURZFRISTIG: Welche drei kurzfristigen Ziele willst du in den nächsten 12 Monaten bzw. 52 Wochen umsetzen (z.B. Reise nach Australien machen)? Was musst du dafür in der nächsten Woche alles in Angriff nehmen?

Die sich hieraus ergebenden Aufgaben packst du am besten auf deine To-Do-Liste bzw. Not-To-Do Liste.

1. Memento Mori aktualisieren

Greif dir ab jetzt jeden Sonntagnachmittag dein Memento Mori und fülle ein Kästchen in deiner Lieblingsfarbe aus, das die aktuelle Woche deines Lebens repräsentiert. Wiederhole dann konsequent die Schritte 3. und 2.

Beachte dabei die nachfolgenden Hinweise:

Deine langfristigen und mittelfristigen Ziele sind nicht in Stein gemeißelt und können sich … je nach Situation …  im Laufe der Zeit ändern.

Denn du hast wenig Einfluss darauf, was du in 2 oder 5 Jahren fühlen, denken oder machen wirst. Das ist in Ordnung. Nimm entsprechende Anpassungen vor und behalte deine langfristigen und mittelfristigen Ziele immer im Blick.

Deine kurzfristigen Ziele sollten sich am besten niemals ändern … außer höhere Gewalt ist im Spiel. Denn du hast dir vorher gut überlegt, was du in den nächsten 12 Monaten erreichen willst. Setz nun deine kurzfristigen Ziele auch um.

Du weißt zwar ebenfalls nicht, was du in den nächsten 12 Monaten fühlen, denken und machen wirst. Aber du hast kurzfrisitg deutlich mehr Einflussmöglichkeiten auf die Verwirklichung deiner Ziele als mittel- oder langfristig.

Gewöhne es dir außerdem an, das, was du dir kurzfristig vornimmst, auch tatsächlich umzusetzen. Erhöhe dadurch deine Glaubwürdigkeit … dir gegenüber … und gegenüber deinen Mitmenschen.

Dein Memento Mori?

Wie schaffst du es, deine wertvolle Lebenszeit sinnvoll zu nutzen und deine Pläne möglichst früh und zügig umzusetzen? Wie sieht dein Memento Mori aus? Wie viel Zeit bleibt dir noch, um deine Ziele umzusetzen? Teile deine Tipps und Erfahrungen im Kommentarfeld mit.

_______________________________________________________________

Lesern, den dieser Artikel gefallen hat, gefiel auch …

Wow. It's Quiet Here...

Be the first to start the conversation!

Leave a Reply:

Gravatar Image

More in Inspiration (9 of 15 articles)