Snooze-Opfer?! Oder wie du morgens leichter aufstehst?


Foto: bark, benötigte Lesezeit: 5 Minuten

Aufstehen am frühen Morgen

Jeden Morgen das gleiche trostlose Bild in deinem Schlafzimmer. 

Dein Wecker klingelt. Es ist früh am Morgen. Und in absehbarer Zeit beginnt dein Arbeitstag.

Du weißt, dass du jetzt dringend aufstehen musst.

Konsequente Gleichgültigkeit

Dir ist es vollkommen gleichgültig.

Denn du fühlst dich noch ziemlich müde … und willst am liebsten weiterschlafen.

Du bist konsequent und lässt deinen Gedanken Taten folgen.

Du drückst … fast schon instinktiv … auf die Snooze- bzw. Schlummertaste deines Weckers und begibst dich wieder in deine Traumwelten … wenn auch nur für die nächsten 10 Minuten.

Hilfsloses Snooze-Opfer

Eine halbe Stunde später stellst du entsetz fest, dass du schon zum dritten Mal Oper der Snooze-Funktion geworden bist.

Du springst aus dem Bett. Wirfst dir schnell etwas über. Und stürmst aus deiner Wohnung.

Dein Frühstück … das aus ein paar Salzstangen und Gummibärchen besteht … verdrückst du hastig in der überfüllten Straßenbahn.

Feinfühligen Sticheleien

Hattest du nicht für heute Morgen, 9:00 Uhr, die Kollegen zu einem Meeting eingeladen?

Wie auch immer. Sie werden auf dich unfreiwillig warten müssen.

Ob das auch so gut für deine anstehende Beförderung ist?!

Du machst dir Vorwürfe … und freust dich schon auf die feinfühligen Sticheleien deiner Kollege … und deines Chefs.

„Morgens leichter aufstehen“-Tipps

Wenn du nicht erneut Opfer der Snooze-Funktion deines Weckers werden willst … sonst würdest du jetzt nicht diesen Artikel lesen … dann halte dich an die nachfolgenden dreizehn Tipps.

Steh mit Hilfe dieser Tipps morgens leichter und pünktlich auf. Gewinne Zeit für eine erfrischende Dusche, ein ausgiebiges Frühstück … und vor allem Zeit für dich!

13. Dir ausreichend Schlaf gönnen

Dieser Tipp klingt sehr banal und einleuchtend. Wird jedoch am häufigsten missachtet.

Dir ausreichend Schlaf gönnen bedeutet nicht bis Mitternacht auf einer Ater-Work-Party feiern, anschließend bis 01:00 Uhr morgens „noch kurz“ die Emails checken und dann um 07:00 Uhr wieder aufstehen.

Gönn dir als Erwachsener im Schnitt 7-9 Stunden Schlaf … außer es liegt eine Ausnahmesituation vor, in der du den Schlaf für überbewertet hältst.

12. Rituale schaffen und pflegen

Snooze-Opfer sind meistens Menschen ohne Einschlaf- und Aufwachrituale … Außer du zählst das „Verschlafen“ zu einem Ritual.

Gewöhne es dir an, jeden Tage zur selben Zeit schlafen zu gehen. Dämme dabei leicht das Licht. Hör dir einen ruhigen Song an. Leg dich ins Bett. Lies vor dem Einschlafen ein Buch … deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Gewöhne es dir auch an, jeden Tag zur selben Zeit aufzustehen. Reiß die Vorhänge auf. Streck deinen Körper … weitere Ideen findest du weiter unten.

Mir ist klar, dass du mit der Umsetzung dieser Rituale insbesondere am Wochenende Schwierigkeiten haben wirst … Die Hauptsache ist jedoch, dass du überhaupt Rituale hast und diese auch regelmäßig pflegst.

11. Dich auf den nächsten Tag freuen

Mach dir bereits am Vorabend Gedanken darüber, was du am nächsten Tag machen willst und was dir große Freude bereiten wird:

  • Welche Ziele willst du erreichen?
  • Wen willst du treffen?
  • Warum sollst du überhaupt aufstehen?

Sehr wichtig! Schreib deine ToDo‘s auf … damit sie erstens dir am nächsten Tag nicht verloren gehen und zweitens dich während der Nacht nicht vom Schlafen abhalten.

Falls du am nächsten Tag nichts vorhast und dich auf nichts freuen kannst, dann schalte den Wecker gleich aus und verbringe den Tag in deinem Bett.

10. Kleidung herauslegen

Schaffe am Vorabend handfeste Tatsachen.

Lege dir Kleidung heraus, die du am nächsten Tag tragen möchtest.

Mach dir damit deinen Start in den Morgen so angenehm und verbindlich wie möglich.

09. Wecker überlisten

Überliste deinen Wecker. Stell ihn nicht in deinem Schlafzimmer auf, sondern … sofern es keinen stört … im Flur oder noch besser im Bad, wohin du nach dem Aufstehen wie ein Roboter rüberlaufen solltest.

Zwing dich sofort aufzustehen, wenn dein Wecker klingelt. Dafür ist dieses Gerät erfunden worden.

Verbiete es dir, die Snooze-Taste zu benutzen und im Bett herumzugammeln.

Überkleb diese Snooze-Taste notfalls mit einem roten Punkt mit der Aufschrift „Nicht anfassen!“ … bau sie komplett aus … oder kauf dir einen Wecker ohne Snooze-Funktion.

08. Wasser trinken

Nach 7-9 Stunden Schlaf bist du vermutlich komplett dehydriert, schwach und matt.

Gönn dir deshalb nach dem Aufstehen ein Glas Wasser, damit du wieder zu Kräften kommst.

Stell am Abend zuvor ein volles Glas Wasser oder eine Wasserflasche auf deinen Nachttisch, damit du nach dem Aufwachen sofort danach greifen kannst.

07. Morgensport treiben

Bring morgens deinen Kreislauf in Schwung.

Geh für 10 Minuten aus dem Haus. Lauf um den Block, geh zum Bäcker … egal, was du machst … die Hauptsache ist, dass du dich bewegst.

10 Minuten reichen vollkommen aus.

06. Mentales Training durchführen

Reservier auch 10 Minuten Zeit für deinen Kopf.

Lehn dich zurück. Genieß die Stille am frühen Morgen.

Mach dir Gedanken darüber, worüber du dich heute besonders freuen kannst … schau dir dazu die Punkte an, die du am Abend zuvor aufgeschrieben hast (Tipp 11).

05. Mit Licht spielen

Schalte eine Lichtquelle an, sobald dein Wecker klingelt. Oder reiß gleich die Vorhänge auf und lass die Sonne rein.

Übertreib es aber nicht mit deinen Lichtspielereien, wenn du dafür nicht geschaffen bist … setze in diesem Fall lieber auf ein schrittweises Vorgehen.

Fang mit der Nachttischlampe an. Schalte danach das Deckenlicht an und zum Schluss kannst du noch immer die Vorhänge aufreißen und dich von der Sonne aus dem Schlaf holen lassen.

04. Fenster aufreißen

Reiß die Fenster auf und lüfte deine Wohnung.

Versorge deinen Körper mit viel Sauerstoff und gewinne dadurch neue Lebenskräfte.

03. Eigener DJ sein

Lass dich morgens nicht vom Radio wecken, sondern stell dir wie ein DJ deine eigene Playlist zusammen, die dich mit lebhaften Songs aus dem Bett peitscht.

Im Radio könnten Schlaf fördernde Songs gespielt oder traurige Nachrichten übertragen werden, die dich dazu verführen könnte, lieber im Bett liegen zu bleiben.

Entscheide selbst, welche Musik du dir morgens anhörst.

02. Abwechslungsreich duschen

Dieser Tipp ist nicht besonders feinfühlig, aber hoch effektiv.

Dusche sowohl kalt als auch warm.

Ideal sind drei Kalt/Warm-Wechsel, um dich auch aus den tiefsten Träumen wieder in die Realität zurück zu holen.

Probiere es aus … aber auch hier gilt, übertreibe es nicht gleich beim ersten Mal.

Schrittweises Vorgehen schützt dich vor leichtsinnigen Verletzungen und Erkältungen.

01. Dich selbst bestechen

Belohn dich morgens dafür, dass du pünktlich aufstehst. Bei mir ist z.B. ein frischer Nespresso-Kaffee. Anderen genügt die Lektüre der Tageszeitung oder ein Obstteller.

Welche Bestechung bei dir am besten wirkt, weißt nur du selbst.

Was hilft dir morgens leichter aufzustehen?

Wie schaffst du es, am frühen Morgen leichter aufzustehen? Was hat dir geholfen? Wovon würdest du lieber die Finger lassen?

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14 Responses to “Snooze-Opfer?! Oder wie du morgens leichter aufstehst?”

  1. Gerrit Dezember 13, 2011 at 12:23 pm #

    Quasi genau das, was ich als Snooze-Nutzer brauche. Danke ich werde mich mal herantasten.

    Bzgl. Wecker woanders hinstellen, können natürlich auch 2-3 Wecker benutzt werden, die jeweils woanders stehen. So mache ich das momentan. Aber alle haben halt auch einen Snooze-Knopf… 😉

    • Alexander Dezember 13, 2011 at 5:26 pm #

      @Gerrit: Danke für deinen Tipp … 2-3 Wecker gleichzeitig nutzen kann auch zum Erfolg führen, z.B. deinen richtigen Wecker, den Wecker auf deinem Handy und die Weckfunktion deiner Musikanlage 😉

  2. Felix Dezember 16, 2011 at 12:08 pm #

    Wenn morgens nicht verschlafen darf, lass mich von Freunden per Telefon wecken. Ich gehe immer ran egal wie müde ich bin. Danach eine Dose RedBull und ich steh wie eine Eins. Hat bisher immer funktioniert.

    • CyBa Dezember 16, 2011 at 6:08 pm #

      Aber immer die Freunde mit seinem Schlafproblem zu nerven ist doch auch nicht wirklich das gelbe vom Ei.

      Oft erwische ich mich leider und bin um 3:00 Uhr immer noch wach,
      um 06:00 taufrisch aus dem Bett zu springen wird da natürlich auf die Dauer schwierig.

      Bisher habe ich leider noch keinen Weg gefunden, verlässlich bereits um 23:00 oder wenigstens um 0:00 Uhr ins Bett zu gehn.

      Leider absoluter Nachtmensch und die 3h „Freizeit“ die mir dann nach der Arbeit bleiben sind mir einfach irgendwo zu kurz.

      ..hach *seufz* ;o)

      • Alexander Dezember 18, 2011 at 11:58 am #

        @CyBa: 3 Stunden Schlaf sind auf Dauer definitiv zu wenig … und sowohl für deinen Geist als auch Körper schädlich 😉

        Weitere Gefahren durch regelmäßigen Schlafentzug habe ich bereits im Artikel „Schlaf ist überbewertet!“ aufgeführt.

        Mir ist klar, dass es unterschiedliche Schlaftypen gibt … Lerchen/Frühaufsteher und Eulen/Nachaktive … aber unser Schlafrhythmus wird nicht nur von unserer inneren Uhr, sondern auch von externen Einflüssen bestimmt wie z.B. Job, Studium, Schule, … das ist zwar auch nicht ganz gesund, aber einen Tod müssen wir sterben 😛

        Es ist zwar nicht ganz leicht, aber ich schlage dir vor, Einschlafrituale einzuführen … und diese konsequent einzuhalten … dafür brauchst du natürlich verdammt viel Disziplin … Die Punkte 12 bis 10 liefern dir sicherlich erste Ideen.

        Viel Erfolg 😉

    • Alexander Dezember 18, 2011 at 11:21 am #

      @Felix: Deine Freunde als Wecker einzuspannen ist eine ziemlich geniale Idee … solange deine Freunde selbst keine Snooze-Oper sind … und solange du dich auf die gleiche oder andere Weise für ihre Hilfe revanchieren kannst.

  3. Ulrich Juni 12, 2012 at 5:39 pm #

    Heyho,

    war im Internet ein wenig auf der Suche nach Schlaf- und Aufstehtipps (deswegen auch der Kommentar zu einem älteren Artikel 😉 ) und war ein wenig erstaunt, dass viele Tipps auf dem gleichen Prinzip aufbauen:

    „Quäle Dich und Deinen Körper“

    Sowas wie mehrere (laute) Wecker, Wecker möglichst weit weg stellen, „dich selbst überlisten“ kann doch nicht wirklich gut und gesund für den Körper sein – zumindest ändert es ja nicht an dem Problem, dass man einfach keine Lust hat, morgens früh aufzustehen (zumindest die meisten Menschen).

    Ich bin irgendwie noch auf der Suche um das Grundproblem beim Schopf zu packen und um nicht mit irgendwelchen Tricks arbeiten zu müssen. Aber so recht weitergekommen bin ich da noch nicht.

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee? 😀

    Grüße
    Ulrich

    • Alexander Juni 13, 2012 at 8:42 am #

      @Ulrich: Ohne Fleiß kein Preis 😉 Falls dir einige der 13 Tipps zu „hart“ sind, dann setzte doch nur die folgenden drei um:

      13. Dir ausreichend Schlaf gönnen
      12. Rituale schaffen und pflegen
      11. Dich auf den nächsten Tag freuen

      … und schon du wirst sehr passable Ergebnisse erzielen, ohne dich gleich zu überarbeiten.

      P.S. Verlinkungen bitte nur zu eigenen Websites, keine Irreführungen und keine SEO-Spielchen! Vielen Dank!

  4. Guntram Januar 23, 2013 at 2:44 pm #

    Da gibt es eine Studie die besagt, dass man sich Gewohnheiten nach 30 Tagen antrainieren kann.

    Das heisst praktisch. Du schaffst es 30 Tage am Stück ohne unterbrechung zur gleichen Zeit aufzustehen, bzw sofort wenn der Wecker klingelt, dann hat sich dein Körper darauf eingestellt und es macht dir auch nichts mehr aus. Es wird zur gewohnheit.

    gibts auch hier zu finden :)

    http://www.businesslifehack.de/gewohnheiten-aendern-in-30-tagen/

    oder hier –> http://www.impact-coaching.de/wp-content/uploads/Wie-Du-eine-neue-Gewohnheit-etablierst-30-Tage-Modell.pdf

    hab mir so morges und abends angewöhnt liegestütze zu machen. :)
    und sollte ich es vergessern dann nervt mich meine Frau damit. :)

    • Alexander Witt Februar 14, 2013 at 7:21 am #

      @ Gutram: Was ist das für eine Studie? Kannst du mir den Titel und Autor nennen?

      Bin auch großer Fan von „Gewohnheiten ändern in 30 Tagen“, jedoch mit einer Ausnahme:

      Da ich davon ausgehe, dass ich nicht permanent diszipliniert sein kann, reserviere ich mir einen ganz bestimmten Tag in der Woche ein (bei mir ist es z.B. der Samstag), an dem ich bewusst alle Regeln missachten darf.

      Konkret bedeutet das:

      So viele Süßigkeiten essen, wie ich mag.

      So viel Kaffee trinken, wie ich will.

      So lange schlafen, wie ich kann 😉

  5. Thomas B. April 8, 2013 at 10:38 pm #

    Hallo,
    finde toll, das du hier interessante Tipps zum Thema Aufstehen und so gesammelt präsentierst ! :-)

    Liebe Grüße aus Göttingen

    Thomas B.

    • Alexander Witt April 9, 2013 at 11:01 pm #

      @Thomas B.: Besten Dank! Freut mich sehr. Welche Tipps haben dir am besten geholfen, morgens leichter aus dem Bett zu kommen?

      Viele Grüße aus Frankfurt

  6. David November 11, 2014 at 12:46 am #

    Holt euch einfach den „clocky wecker“. Zum ausschalten müsst ihr ihn erst fangen 😉

    • Alexander Witt Januar 6, 2015 at 10:04 pm #

      @David: Besten Dank für deinen Tipp. Wer da nicht aufsteht, verschläft sein ganzes Leben 😉

      Der Weckruf erinnert mich an R2D2 aus Star Wars. Hier der Vidoebeweis :-)

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